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Înitiative „Essbares Bramsche“ Erste Pflanzkiste steht vor dem Bramscher Rathaus

Von Hildegard Wekenborg-Placke | 02.06.2016, 21:30 Uhr

Aus Anlass des Besuchs der Delegation aus Bramsches englischer Partnerstadt Todmorden ist am Donnerstagnachmittag die Erste einer Reihe von Pflanzkisten der Initiative „EssBar“ zwischen altem und neuen Rathaus aufgestellt worden - natürlich, typisch englisch, bei strömendem Regen.

Das gerade der Besuch der Gäste von der Insel zum Anlass genommen wurde, die erste Kiste zu bepflanzen, ist kein Zufall. In Todmorden bemühen sich engagierte Bürger seit Jahren darum, an verschiedenen Plätzen in der Stadt Obst, Gemüse und Kräuter anzubauen, die dann jedermann zugänglich sind und die Versorgung mit gesunden Lebensmitteln verbessert sollen. „Incredible edible“ (Unglaublich essbar“ lautet der Name des Projekts, das auch in Deutschland bereits Nachahmer gefunden hat.

Silke Lewandowsky und Susanne Enge waren bei einem Partnerschaftsbesuch von der Idee so begeistert, dass sie beschlossen, etwas Ähnliches auch in ihrer Heimat zu realisieren. Nachdem bereits im vergangenen Jahr an der St. Martinskirche ein Beet mit essbaren Pflanzen bestückt worden war , folgen jetzt die von der Brücke gefertigten Pflanzkisten, die von der Stadt, den Stadtwerken und einigen Geschäftsleuten gesponsert werden.

In der Kiste am Rathaus locken in Zukunft Chilis, Erdbeeren, Rosmarin, Basilikum, Gurken und Tomaten zum Probieren. Die Gäste aus England brachten eine Schwarze Johannisbeere und eine Himbeere mit.

Initiatorin Susanne Enge hofft nun, dass sich noch mehr Bramscher der Initiative anschließen - ob sie nun eine der 500 Euro teuren Kisten sponsern oder wie der Eine-Welt-Laden eigene Behälter mit Gemüse und Obst bepflanzen. „Es geht nur um die Idee“, findet Enge.