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Niltal-Ausstellung geschlossen „Die Bramscher ins Boot geholt“

Von Heiner Beinke | 09.11.2014, 19:09 Uhr

In jeder Hinsicht hat die Ausstellung „Schätze des Niltals“ im Bahnhof die Erwartungen der Organisatoren übertroffen. „Ich hätte nie geglaubt, dass wir es wirklich schaffen, 420 Öffnungsstunden nur mit ehrenamtlichen Helfern hinzubekommen“ nannte Joachim Weyer als Vorsitzender des Fördervereins der „Stiftung der naturkundlichen Sammlungen Th. Thomas“ ein Beispiel.

Dafür sagten Thorsten Thomas und seine Mitstreiter am Freitag, dem letzten Öffnungstag, Dankeschön mit einer kleinen Party für das Helferteam. An nur zweien der 90 Öffnungstagen habe es überhaupt keine Besucher gegeben. „Da gibt es andere Museen mit schlechterer Bilanz“, betonte Thomas. Und weil - unter anderem Dank Spenden der Volksbank und des Autohauses Beresa - die Kosten für die Ausstellung gesichert waren, bedeutete bei den Eintrittseinnahmen „gleich der erste Euro plus“. Unter dem Strich stehen bei 1297 registrierten Besuchern 6261,56 Euro für künftige Vorhaben der Stiftung. Dazu komme noch das Geld aus der Spendenbox, die er wohlweislich an diesem Abend noch stehen gelassen habe, meinte Thomas augenzwinkernd.

Mindestens so wichtig wie die materielle Seite war für Weyer aber, dass es gelungen sei, so viele Mitstreiter in Bramsche zu gewinnen. „Wir haben die Bramscher mit ins Boot geholt“, fasste er die positive Wirkung dieser ersten Präsentation eines Teils der Sammlungen in Bramsche zusammen. Vor zehn Wochen habe er im Bahnhof „sehr geehrte Damen und Herren“ begrüßt, heute „liebe Freundinnen und Freunde“, freute sich Weyer über eine „fast familiäre“ Atmonsphäre im Kreis der vielen Helfer.

 Die rund 80 Ausstellungsstücke wandern nun wieder in Lager der Sammlungen. Aber Thorsten Thomas ist nach den Erfahrungen mit dieser Ausstellung sicher, dass dies nur eine vorübergehende Lösung sein wird: „Das war der Startschuss, wir werden in irgendeiner Form weitermachen“.