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Neue Führung im Museum Das Märchen vom Bramscher Tuchmacherzwerg

23.10.2015, 17:30 Uhr

Im Tuchmachermuseum leuchteten bei sonst absoluter Dunkelheit am Donnerstagabend viele Taschenlampen. Grund dafür war die Suche nach einem Glöckchen, das der Tuchmacherzwerg „Fadenkrumm“ im Museum verloren hatte. Viele Kinder waren da, um ihm dabei zu helfen.

 Das Tuchmachermuseum hatte zu einer Familienführung mit Märchenerzählerin Sabine Meyer vom Erzähltheater in Osnabrück eingeladen. Mit 30 Teilnehmern war die Veranstaltung schnell ausgebucht. „Die Karten waren innerhalb eines Tages weg“, freute sich Museumsleiterin Kerstin Schumann.

Das Märchen mit realen historischen Bezügen begann im Eingangsbereich und führte die Besucher durch das gesamte Museum.

Mutige Kinder und abenteuerlustige Erwachsene folgten Sabine Meyer, die Spannendes über den Tuchmacherzwerg „Fadenkrumm“, seine geliebte Zwergenfrau „Goldfädchen“ und den bösen Zwerg „Ranunkel-Ranankel“ zu erzählen wusste.

Fadenkrumm lebt schon seit vielen, vielen Jahren im Tuchmacher-Museum. Er liebt das Brummen der Maschinen, die Wolle und den Geruch von Öl. Doch am meisten liebt er das liebliche Goldfädchen, die Zwergenfrau, die er einmal heiraten wird, weil sie schon lange einander versprochen sind. Eines Tages aber verliert Fadenkrumm sein Zauberglöckchen. Ohne dieses Glöckchen kann es ihm nicht gelingen, sein geliebtes Goldfädchen aus den Fängen des bösen Zwergs Ranunkel-Ranankel zu befreien.

 Sabine Meyer begibt sich mit den Besuchern auf die Suche. „Wo blaues Licht ist, ist Zauberei und dort finden wir Hinweise“, flüstert sie. Und richtig, bald sind die Schlüssel gefunden und die Kinder dürfen die schwere Truhe aufschließen.

Doch was ist darin versteckt? Das wird hier nicht preisgegeben, denn die Veranstaltung hat noch weitere Termine. Für den 27. Oktober gibt es noch einige wenige Karten und für den März nächsten Jahres wurde am Donnerstag spontan ein weiterer Termin geplant.

Nur so viel sei verraten: Am Ende gehen Märchen doch immer gut aus. Und dank der Wahrsagerei lässt sich die Geschichte auch nach dem Ende noch weiter erzählen, ganz individuell, weil die Besucher der Veranstaltung ihre ganz eigenen Ideen haben...