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Nach Ankündigung auf Facebook Irritation um „Silvestersause“ am Bramscher Hasesee

Von Björn Dieckmann | 16.12.2015, 19:57 Uhr

Mitten in der kalten Jahreszeit sieht die Stadt Bramsche sich gezwungen, die Nutzungsregeln für den Hasesee und das Umfeld noch einmal zu erläutern. Der Grund: Auf Facebook wurde zu einer „Silvestersause“ am Grillplatz neben dem See eingeladen.

„Die Veranstaltung ‚Silvestersause‘ am Hasesee steht fest. Von den Behörden gibt es keinen Einwand, da alles öffentlich und umsonst ist. Also Leute wer Lust und Zeit hat, sollte sich dann am Silvester-Abend am Grillplatz des Hasesee´s einfinden, und den Jahresabschluss mit uns feiern. Wir wollen für wohlige Wärme sorgen einem Pavillon und eben halt einem Feuerchen und das für Umsonst.“ So wurde es seit Dienstagabend in der Facebook-Gruppe „Du lebst schon lange in Bramsche, wenn...“ veröffentlicht. Doch der Post sorgte bei der Stadt Bramsche für einiges Erstaunen.

Anfrage im Rathaus

„Ein Bürger hat bei uns im Fachbereich 2 – Ordnungswesen und Bürgerservice – angefragt, ob er am Silvesterabend den Grillplatz am Hasesee nutzen kann“, berichtet Dorit Barz, Pressesprecherin der Stadt Bramsche. Dabei sei allerdings die Rede davon gewesen, „dass man sich mit einer überschaubaren Gruppe von Erwachsenen dort treffen wolle.“ Dies sei, so Barz, ohne Weiteres möglich. „Dafür ist der Grillplatz ja schließlich da – auch an Silvester“. Dem Anrufer sei deshalb mitgeteilt worden, dass es keine grundsätzlichen Bedenken gebe. Es solle nur nicht zu Ruhestörungen kommen, und die Feiernden sollen ihren Müll wieder einsammeln und mitnehmen oder in die Mülleimer rund um den Hasesee werfen.

Treffen auf Facebook verbreitet

Ganz anders sei die Situation aber, wenn nun im Internet zu einer „Silvestersause“ eingeladen werde. „Es handelt sich zwar um eine geschlossene Gruppe auf Facebook . Aber die allein hat bereits 2000 Mitglieder – und die Einladung kann sich von dort auch noch weiter verbreiten“, erklärt Barz. Es handele sich dadurch „nicht mehr um ein privates Treffen, sondern um eine öffentliche Veranstaltung“, so Barz, die nochmals betont, „dass dies uns gegenüber nicht so dargestellt worden ist.“

Die Initiatoren dürften sich nun „gerne noch einmal im Rathaus melden und sich um eine Genehmigung bemühen“, führt Barz weiter aus. Sie müssten sich allerdings darüber im Klaren sein, „dass es dann eine lange Liste an Auflagen zu erfüllen gibt“. Dabei sei das Bereitstellen von Sanitäranlagen nur ein Punkt, der gewährleistet werden müsse.

Nutzungs-Satzung geplant

Feiern am Hasesee hatten bereits in der Vergangenheit des Öfteren für Ärger gesorgt . Anwohner hatten sich über Lärm und Müll beschwert, außerdem waren Privat-Grundstücke wiederholt als „Toilette“ missbraucht worden. „Es hat im vergangenen Sommer drei oder vier Vorfälle gegeben, die über das tolerierbare Maß deutlich hinausgegangen sind“, sagt Stadt-Sprecherin Dorit Barz. Bürgermeister Heiner Pahlmann hatte eine Satzung ins Spiel gebracht, um Wiederholungen vorzubeugen oder gegebenfalls ahnden zu können. „Ich nehme an, dass Politik und Verwaltung bis zum Beginn der nächsten Sommer-Saison darüber beraten werden“, blickt Barz voraus.