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Mehrere Veränderungen Großes Stühlerücken in Bramscher Gastronomie

Von Björn Dieckmann | 04.12.2015, 19:14 Uhr

Großes Stühlerücken in der Bramscher Gastronomie: Gleich bei mehreren Restaurants, Cafés und Lokalen stehen in nächster Zeit Veränderungen an.

Vom Ristorante zur Bar-Lounge wandeln wird sich die Münsterstraße 17: Dante Tota verlässt mit dem „Dolce Vita“ seinen bisherigen Standort und wechselt in die Räumlichkeiten am Markt, in der in der Vergangenheit stets Imbiss-Betriebe untergebracht waren – zuletzt, so war der Eindruck, wechselten die Betreiber dort in immer schneller werdenden Abständen. „Wir können das Gebäude jetzt wieder selbst vermieten und hoffen, nun eine langfristige Lösung gefunden zu haben“, erklärt Eigentümer Michael Gottlieb. In den vergangenen Jahren war noch der ehemalige Pantry-Inhaber Pächter gewesen und hatte jeweils untervermietet.

Merlin Lounge neu in BramscheSein Restaurant an der Münsterstraße wird Dante Tota nach Weihnachten aufgeben. Dann übernehmen Günter und Andrea Brinkmann dort die Regie und werden die Räumlichkeiten in die „Merlin Lounge“ verwandeln. Nach einer Silvesterfeier ist offizielle Eröffnung am Samstag, 16. Januar. Zu dem üblichen Angebot an alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken soll eine umfangreiche Cocktail-Karte kommen, an Wochenenden wechselndes Programm von der „Mexikanischen Nacht“ bis zum „Sommermärchen“. Außerdem wird das Fußball-Programm des Bezahlsenders „Sky“ übertragen mit den Spielen der Bundesliga, ebenso die Partien des VfL Osnabrück, soweit sie live im Fernsehen gezeigt werden. Günter Brinkmann hatte in den vergangenen Jahren auch schon die „Merlin-Revival“-Parties in Bramsche veranstaltet und übernimmt den Namen der ehemaligen Diskothek nun auch für die Kneipe.

Nach 25 Jahren geschlossen hat derweil bereits im November das Eiscafé Cristallo. „Mein Vater möchte sich zur Ruhe setzen und zurück in seine Heimat nach Italien gehen“, erklärt Diletta Guzzo im Namen ihres Vaters Guiseppe, der das „Cristallo“ 1990 übernommen hatte. Noch sei nicht klar, ob es unter neuer Führung mit dem Eiscafé weitergeht. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht“, so Diletta Guzzo: „Mein Vater hat erst überlegt, noch ein Jahr weiterzumachen, aber dann davon Abstand genommen. Eine weitere Option war, dass mein Bruder das Cristallo übernimmt. Aber er hat andere Pläne, die er nicht aufgeben möchte.“ So warte die Familie Guzzo nun ab, ob sich noch Interessenten melden. „Wir wollen natürlich, dass unser Eiscafé in gute Hände kommt“, betont Diletta Guzzo. Bisher habe es aber nur lose Anfragen gegeben. Die Tochter des bisherigen Chefs bleibt im Bramscher Raum. „Wenn sich etwas tut, kann ich mich darum kümmern“, erklärt sie.

„Adria“-Zukunft noch ungewiss

Ganz ähnlich ist die Situation beim Restaurant „Adria“ auf dem Damm unweit des Hasesees: Die jetzigen Pächter ziehen sich zum 1. März zurück. „Wir wissen im Moment noch nicht, wie es weitergeht“, erklärt Stojanka Britt-Babic im Namen der Eigentümer-Familie. Gesucht werde ein erfahrener Gastronom mit einem überzeugenden Konzept. Denn: „Es würde uns einfach wehtun, wenn es vor die Wand gefahren wird“, so Britt-Babic. Ob mit oder ohne neuen Betreiber, komme auch ein Verkauf des Hauses in Betracht: „Das ist eine Möglichkeit, bei der wir aber keine Eile haben. Wichtiger ist uns auch dann, dass das Gebäude in gute Hände kommt. Es steht schließlich auch unter Denkmalschutz.“

Nicht richtig sei somit, so stellt Britt-Babic klar, dass aus dem  „Adria“ künftig ein Kaffee werde. „Ich habe die verschiedenen Mutmaßungen, die in Bramsche kursieren, auch mitbekommen“, so Britt-Babic. Dazu gehöre auch, dass ihre jetzigen Pächter in den ehemaligen „Wicküler“ umziehen würden: „Auch das stimmt nicht. Wir kennen sie schon sehr lange. Sie wollen sich aus der Gastronomie zurückziehen, zumindest vorübergehend.“

Wechsel beim Café am Hasesee

Bleibt das Café am Hasesee: Auch dort steht - wieder einmal - ein Wechsel an: „Andreas Woelke scheidet zum Ende des Jahres aus“, bestätigt Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Holzgrefe. Eine Nachfolgerin steht bereits fest. Aber: „Die Verträge sind noch nicht unterschrieben“, begründet Holzgrefe, dass er noch keinen Namen nennen will. Dem Vernehmen nach soll die „Neue“ aus Bramsche kommen. Sie wird nach den Idingshof-Eigentümern und Andreas Woelke die bereits dritte Betreiberin des Cafés, das erst Ende 2012 eröffnet worden war.