Ein Artikel der Redaktion

Marketinghelfer mit Rückenwind Günter Budkus aus Bramsche kennt alle Routen

13.07.2013, 16:30 Uhr

An „Genussradler“, die stressfrei die Gegend rund um Bramsche erkunden möchten und dabei auch einen Platz zum Einkehren suchen, wenden sich drei neue Radtouren, die das Stadtmarketing jetzt vorgestellt hat. Bei der Realisierung immer mit dabei war der Rentner Günter Budkus aus

„Toll, wenn man solche Unterstützung hat“, lobt Tourismusfrau Christiane Wagner vom Stadtmarketing. „Ob ich nun hierhin oder dorthin fahre, ist doch eigentlich ganz egal“, erwidert der ehemalige Versichertenälteste. Ob es nun die Route 1 von Bramsche bis zum Alfsee und zurück oder die beiden kürzeren über Achmer und Ueffeln oder über Engter und Hesepe – der Rentner hat sie alle unter die Reifen seines E-Bikes genommen. Er kennt jede Kreuzung, an der der Radtourist in die Irre fahren könnte, weiß, wie man stark befahrene Straßen meidet und kennt sämtliche Cafés oder Restaurants auf den Strecken im weiten Umfeld von Bramsche.

Diese Lust an der gepflegten Pause bei einem guten Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen brachte den sportlichen Pensionär schließlich auch mit dem Stadtmarketing zusammen. Seit Jahren wird hier nämlich die „Kaffeezeit“ vermarktet: Radtouristen können sich in den Lokalen der Region nach der Einkehr Karten abstempeln lassen und sie beim Stadtmarketing einschicken. Unter den Einsendern wird am Ende des Jahres ein Gewinner ermittelt, dem wiederum eine Einladung zum Kaffee winkt. Der Name Budkus war reichlich vertreten. Man kam ins Gespräch, erzählt Wagner.

„Ich bin fast jeden Nachmittag mit dem Rad unterwegs“, sagt Buskus. Kälte macht ihm nichts aus, nur Regen hat er nicht so gern. Und da er nicht nur im relativ flachen Bramscher Umland unterwegs ist, sondern auch im Urlaub durchaus längere und auch bergigere Strecken zurücklegt, leistete er sich irgendwann ein Elektrofahrrad. Mal einmal kurz zum Alfsee und zurück, das ist seither noch weniger eine Herausforderung als zuvor.

Auch sonst bedient sich Budkus gern der modernen Technik. Wenn er alle Strecken abgefahren hat, arbeitet er Optimierungsvorschläge in das vorhandene Kartenmaterial für verschiedene Internetformate ein, beispielsweise für GPS-Tracks oder Google Earth. Übung hierin hat Budkus reichlich, denn der Rentner plant seit Jahren seine Radreisen selbst. Wenn der Radsportverein Bramsche einem befreundeten Verein zu einer interessanten Tour einladen möchte, ist er ebenso gefragt wie als Führer für die Terra-Vita-Radrouten durch das Osnabrücker Land.

„Das ist höchster Luxus für uns“, freut sich Christiane Wagner über das ehrenamtliche Engagement des Bramschers für das Stadtmarketing. Budkus selbst hat schon neue Pläne. In die aktuelle Kartenversion will er Lademöglichkeiten für E-Bikes aufnehmen. Die „Räder mit Rückenwind“ liegen im Trend. Davon ist er fest überzeugt, und weil die Akkus eigentlich auch mit einer normalen Steckdose zufrieden sind, sinniert er weiter. „Wenn man „nachtanken“ kann und gleichzeitig vielleicht noch eine nette Gelegenheit zur Einkehr findet, dann bleibt man doch gern ein bisschen sitzen.“ Deshalb enthält der Flyer auch alle Öffnungszeiten der Gaststätten am Weg, und die Wirte spendieren kleine Schmankerln. Für Genussradler wie Budkus eben.