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Kommunalwahl 2016 Bramscher SPD erhöht die Zahl der Kandidaten

15.06.2016, 21:41 Uhr

Jeweils 22 Kandidaten treten bei der Kommunalwahl 2016 für die Bramscher SPD in den beiden Wahlbezirken zur Stadtratswahl an. Das ist die maximal mögliche Anzahl. Um die Mandate in den zehn Ortsräten bewerben sich insgesamt 108 SPD-Kandidaten. Die Listenvorschläge sind auf der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins mit deutlicher Mehrheit gebilligt worden.

Damit haben die Bramscher Sozialdemokraten die Zahl der Kandidaten im Vergleich zu 2011 sogar leicht erhöht. Besonders erfreulich für den Ortsvereinsvorstand: Alle Wahlvorschläge wurden mit großer Mehrheit angenommen, es gab keine Kampfkandidatur um einzelne Listenplätze.

Bergander dabei

Die größte Überraschung bei der Stadtratsliste findet sich auf Platz drei der Liste für das Umland: Hinter Oliver Neils aus Achmer und Anette Marewitz aus Lappenstuhl kandidiert dort Ralf Bergander aus Pente, der als langjähriger Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion in der letzten Wahlperiode sein Amt und auch das Ratsmandat niedergelegt hatte. Den Rückzug vom Rückzug aus der Kommunalpolitik hatte Bergander schon bei seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins nicht ausgeschlossen.

Die Liste der Stadtratskandidaten für die Stadt Bramsche und Epe führt Christian Lübbe vor Torsten Neumann und Roswitha Brinkhus an. Von den 44 Stadtrats-Kandidaten der SPD sind elf Frauen.

Parteilose Bewerber

Bei den Ortsräten führt die SPD auf allen Listen auch parteilose Bewerber. Alle von der SPD gestellten Ortsbürgermeister treten wieder an, mit einer Ausnahme: In Ueffeln kandidiert Ilona Busch nicht wieder, ganz vorn auf der Liste steht da Wilhelm Clausing, der lange Jahre Ortsbürgermeister gewesen ist. Beim größten Ortsrat in Bramsche gilt für die SPD wie für die CDU, dass Listenplatz eins nicht gleichbedeutend mit der Kandidatur für den Ortsbürgermeister ist. Auf Platz eins steht bei der SPD Roswitha Brinkhus.

Ziel absolute Mehrheit

Ralf Bergander, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, erklärte vor knapp 60 Genossen auf dem Penterknapp die absolute Mehrheit nach dem Verlust vor fünf Jahren zum Wahlziel. In jedem Ortsteil sei die SPD stark vertreten. Viele Menschen seien zur SPD dazu gekommen, um zu kandidieren und die Politik vor Ort mitgestalten zu können.

Der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Oliver Neils, unterstrich diese Zielsetzung. Die Bürger bräuchten klare Verhältnisse und eine verlässliche Politik. Das sei in den vergangenen fünf Jahren nicht möglich gewesen.

Als Erfolg in der vergangenen Wahlperiode hob Neils die Einrichtung der IGS hervor. Diese habe „eingeschlagen wie eine Bombe“, und entgegen aller Befürchtungen existiere das Gymnasium trotzdem weiter. Die SPD habe dennoch Bedenken, die Schullandschaft so attraktiv erhalten zu können wie sie jetzt ist. Haupt- und Realschule hätten langfristig keine Chance, in Bramsche bestehen zu können. Dennoch sei eine Oberschule nicht durchzusetzen gewesen. „Wer am 11. September SPD wählt, kann sich auf die Einrichtung der Oberschule in Bramsche verlassen“, stellte Neils klar.

Spiering zu Gast

„Diese Mitgliederversammlung ist die Keimzelle von dem, was politische Arbeit ausmacht“, hob der Bundestagsabgeordnete Rainer Spiering als Gast der Versammlung hervor. Er dankte allen ehrenamtlichen Politikern, die sich trotz des hohen Zeitaufwandes engagieren. Spiering betonte, die SPD stehe für Stabilität in der Region.