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Innovative Fassade Café am Hasesee in Bramsche von Idingshof-Besitzern eröffnet

Von Holger Schulze | 17.12.2012, 05:53 Uhr

„Das wird mein Lieblingsort am See“, hieß es zwar von befangener Seite aus, jedoch dies nicht nur aus einem Munde. Gemeint war damit das Café am Hasesee. Bis an den Rand seiner Innenkapazitäten füllte sich der Raum, als am Samstagnachmittag die Eröffnung mit geladenen Gästen vollzogen wurde.

Anfangs noch als eine Art Blockhüttenkonstruktion mit Kioskfunktion angedacht, hatte Architekt Axel Mutert dann in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken als Bauherrn ein kubisches Gebäude entworfen „das die maritime Haltung widerspiegelt, angelehnt an die Strandhausarchitektur der Küsten in Holland sowie an Nord- und Ostsee“, so der Architekt. „Die große Transparenz zum Seepanorama mit seinen Sonnenauf- und -untergängen hin wurde mit einer innovativen Fassade verbunden“, fügte Axel Mutert seiner Beschreibung des Gebäudes hinzu.

Eine Verkleidung, die einem Chamäleon vergleichbar, je nach Standort und Lichteinfall seine Farbe von Grün nach Orange verändert, ein aus Planken bestehendes Terrassenoval, das das Gebäude auf 270 Grad umschließt, ein an der Front zum See hin über den Baukörper hinausreichendes Dach, das dank der an seiner Unterseite angebrachten Heizstrahler auch bei ungemütlicherer Wetterlage ein erwärmtes Verweilen im Außenbereich erlaubt – diese und weitere Komfortelemente lassen das Café am Hasesee also nicht nur für den Architekten zum Lieblingsort werden.

Mit Kaffee und Kuchen versorgt und auch sonst servicetechnisch mit Leben erfüllt wird die zwischen Hallenbad und Idingshof etwa 100 Meter vom See entfernt gelegene Einkehrgelegenheit von den Betreibern des Hotels, Antje und Hubert Hoffmann. Diese empfingen die Gäste aus den Reihen des Bauherrn, der Stadtverwaltung und Lokalpolitik sowie der an der Errichtung des Gebäudes Beteiligten bei der Eröffnung mit großzügiger Gastfreundschaft.

Als Geschäftsführer des Bauherrn dankte Dieter Holzgrefe den Entscheidungsträgern im Aufsichtsrat der Stadtwerke für die Freigabe der Gelder für die Investition. Gleichzeitig äußerte er aber den Wunsch, noch mehr Dienstleistungen am Hasesee, etwa in Gestalt eines Minigolfplatzes, umsetzen zu dürfen.

Bürgermeisterin Liesel Höltermann bescheinigte dem Café Entwicklungsfähigkeit hin zu einer wirklichen Erfolgsstory.

Nun ist die Eröffnung eines an einem See gelegenen Cafés nicht gerade ein Akt, der allzu häufig im Dezember vollzogen wird. Doch hierfür konnte Pächterin Antje Hoffmann einen nachvollziehbaren Grund nennen. Eine sonntägliche Zählung vom Hotelfenster aus hatte ergeben, dass einfach viele Menschen am Hasesee spazieren gehen. Das werde sicher auch an den Feiertagen so sein, meint Hoffmann.