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Info-Veranstaltung geplant Bramsche: Planungen für Sanierung des Bahnhofsumfelds

Von Björn Dieckmann | 11.06.2016, 09:32 Uhr

Die Stadt Bramsche treibt die Planungen für die Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofsumfelds voran. Das vorgesehene Sanierungsgebiet soll dabei die Grenzen behalten, die bereits vorgestellt worden sind.

Die Stadt Bramsche hatte sich mit einem Erneuerungskonzept für eine rund 25 Hektar große Brachfläche um Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau West“ beworben und diese mittlerweile auch zugesagt bekommen. Nach diesem Konzept soll auf einem Großteil der in Frage kommenden Fläche westlich der Bahnlinie – in Richtung Gerhard-Hauptmann-Straße – Wohnbebauung ermöglicht werden. In einem kleinen Bereich im nördlichen Teil wäre auch die Ansiedlung von Gewerbe möglich. In das Sanierungsgebiet einbezogen werden soll nach diesem ersten Konzept auch ein Abschnitt östlich der Bahnlinie, also in Richtung Innenstadt hin bis zur Moltkestraße.

Abgrenzung soll unverändert bleiben

An der zunächst noch unverbindlichen Abgrenzung des Sanierungsgebiets will die Bramscher Stadtverwaltung nun festhalten – obwohl es in einer Informationsveranstaltung für Anwohner Kritik gegeben hatte. „Wir haben uns diese Einwendungen und Sorgen der betroffenen Bürger wirklich zu Herzen genommen und sie abgewogen“, versichern Bürgermeister Heiner Pahlmann und Stadtplaner Wolfgang Tangemann im Gespräch mit unserer Redaktion. Letztlich sei man aber zu dem Schluss gekommen, dass eine andere Abgrenzung nicht möglich sei – aus städtebaulicher Sicht, „aber auch, weil wir es rechtssicher machen müssen“, wie Tangemann betonte. Dies sei dann nämlich nicht der Fall, „wenn wir beispielsweise bei der Gerhard-Hauptmann-Straße nur einen Teil in das Sanierungsgebiet nehmen und den anderen Teil nicht“.

„Erschließung für Mittelzentrum wichtig“

Tangemann unterstrich weiter, dass es „für Bramsche als Mittelzentrum unheimlich wichtig“ sei, die Brachflächen am Bahnhof zu erschließen. „Innenstadtnahes Wohnen wird nachgefragt. Es wäre Stillstand, die Chance nicht zu nutzen, die wir dank der Fördermittel jetzt haben“. Nach Auffassung des Stadtplaners würden die Sanierungsarbeiten nur Vorteile bringen. „Wir schaffen Wohnraum. Die Arbeiten werden vermutlich zu einem großen Teil von Fachfirmen aus der Region ausgeführt – das ist fast so etwas wie ein Konjunkturprogramm“. Und mit Hinweis auf vorherige Sanierungsvorhaben wie in der Innenstadt und Altstadt bekräftigt Tangemann: „Es wird das gesamte Umfeld aufwerten“.

Informationsveranstaltung

Dass davon längst noch nicht alle betroffenen Grundstückseigentümer bei dem jetzt anstehenden Vorhaben überzeugt sind , ist Tangemann bewusst „und das kann ich auch verstehen: Jeder blickt zuerst auf seinen eigenen Nutzen. Der ist am Anfang vielleicht nicht so klar erkennbar“. Auch Bürgermeister Heiner Pahlmann versichert deshalb, „dass wir die Bürger im weiteren Verfahren so weit wie möglich einbeziehen wollen“. Am Montag werde es deshalb eine Informationsveranstaltung im Rathaus geben, in der die Stadtverwaltung noch einmal erläutert, warum sie die Grenzen des Sanierungsgebiets so und nicht anders ziehen will. „Das ist eine freiwillige Sache. Wir sind dazu nicht verpflichtet, machen es aber gerne“, sagt Pahlmann. Denkbar sei auch, in Zukunft mal ein Workshop-Wochenende zu veranstalten, „an dem wir alle gemeinsam Ideen sammeln können, wie sich das Gebiet gestalten lässt“.

Politik entscheidet

Ob das Sanierungsgebiet tatsächlich so abgesteckt wird wie von der Politik vorgeschlagen, hängt letzten Endes dann von den politischen Gremien ab. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt wird sich am 20. Juni mit dem Thema befassen. Beginn der Sitzung ist um 18 Uhr im Rathaus. Es folgt der Verwaltungsausschuss, der stets nicht-öffentlich tagt. Das letzte Wort hat der Stadtrat, dessen Sitzung am Mittwoch, 22. Juni, um 18.30 Uhr im Varusschlacht-Museum in Kalkriese stattfinden wird.

Die Informationsveranstaltung für Anwohner und weitere Interessierte beginnt am Montag, 13. Juni, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.