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In Auschwitz ermordet Rose erinnert an 100. Geburtstag einer Bramscher Jüdin

Von Björn Dieckmann | 16.06.2016, 19:44 Uhr

Eine Rose hat Dieter Przygode am Donnerstag an der Gedenktafel für Ruth ten Brink in der Fußgängerzone angebracht: 100 Jahre alt wäre die in Bramsche geborene Jüdin an diesem 16. Juni 2016 geworden.

Ruth ten Brink wurde 16. Juni 1916 in Bramsche geboren und 1943 von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordet. Mit ihren Eltern zog sie 1926 nach Osnabrück, von dort floh die Familie vor den Nazis in die Niederlande. 1943 überfielen NS-Schergen das psychiatrische Krankenhaus in Apeldoorn, wo Ruth ten Brink als Schwester arbeitete. Am 5. Februar 1943 wurde sie im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.

Vor fünf Jahren wurde zum Gedenken an Ruth ten Brink eine Tafel in der Bramscher Fußgängerzone am Haus der Bäckerei Tackenberg angebracht. Dort hatte Ruth ten Brink über der Bäckerei, die es damals schon gab, die ersten zehn Jahre ihres kurzen Lebens mit ihrer Familie gewohnt.

Die Idee zu einer Gedenktafel war in einem Religionskurs am Greselius-Gymnasium entwickelt worden. Die Schüler hatten sich bei dem Achmeraner Dieter Przygode über das Schicksal der Bramscher Juden informiert. Przygode, der mehrere Bücher zu dem Thema verfasst hat , war es nun auch, der eine Rose in Erinnerung an Ruth ten Brinks 100. Geburtstag an der Gedenktafel hinterließ.