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Immer wieder freitags Gurken-Tipps vom Bramscher Wochenmarkt

Von Hildegard Wekenborg-Placke | 16.09.2016, 15:21 Uhr

Es ging doch nichts über Omas selbst eingekochte Gewürzgurken: Also warum nicht einmal selbst probieren? Reinhard Winkeljohann und seine Frau Heike bieten reichlich Gurken aller Größen auf dem Bramscher Wochenmarkt an.

Kistenweise warten sie am Freitagvormittag auf die Kunden - kleine, nur wenige Zentimeter lange Exemplare, mittelgroße, die sich gut für Salzgurken eignen, oder dicke in der Größe einer Aubergine, aber alle ein bisschen kratzig, wie es sich für richtige Einmachgurken gehört. „Wir ziehen die Gurken im Gewächshaus“, berichtet Winkeljohann, der in Voltlage eine Gärtnerei betreibt. „Die Gurken sind auf Kürbispflanzen veredelt. Das macht sie widerstandsfähiger und ertragreicher“. Beim Veredeln werden die Kürbispflanzen auf etwa fünf Zentimeter zurückgeschnitten. Auf der Schnittstelle befestigt der Gärtner mit einem Clip einen Gurkentrieb. „Das ist zwar arbeitsaufwendiger, aber es lohnt sich“, fügt er hinzu. Die Pflanzen werden dann im Gewächshaus hochgebunden. „Das macht das Pflücken einfacher.“ Die Pflanzen werden von unten beregnet und jeden Tag gepflückt.

Viel auf Vorbestellung

„Viel geht auf Vorbestellung weg“, berichtet Winkeljohann weiter. „Manche Kunden kaufen fünf Kilo, andere zehn, aber die meisten wollen die ganz kleinen Gurken“. „Und“, so fügt er hinzu, „da sind auch viele junge Leute drunter“.

Einkochnovizen, denen das nötige Wissen von Mutter oder Oma fehlt, empfiehlt der Voltlager, es doch einfach mal mit „Gurken im Eimer“ zu versuchen. „Damit kommt jeder klar“. Außer den Gurken und ein paar weiteren Zutaten braucht man dafür in erster Linie ein luftdicht verschließbares Behältnis. „Das geht auch mit einem Mayonnaiseeimer aus der Imbissbude“ assistiert seine Frau. Die so eingemachten Gurken müssen allerdings etwas schneller verbraucht werden, als die auf klassische Weise Eingekochten.

Die Dill-Zeit ist vorbei

Wer nun neugierig geworden ist, dem drücken Winkeljohanns gern ein Rezept in die Hand, Zwiebeln aus eigenem Anbau kann er auch liefern. Nur bei einer Zutat muss er zum Leidwesen einiger Kundinnen passen: Die Dill-Zeit ist definit vorbei. „Aber meistens war es um diese Zeit schon viel kälter. Dann hatten wir auch keine Gurken mehr“.