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Großes Jubiläumsfest Bühner-Bach-Schule in Achmer steht seit 50 Jahren

Von Hildegard Wekenborg-Placke | 25.05.2018, 20:59 Uhr

50 Jahre steht jetzt die „Schule an der Schulstraße“, heute besser bekannt als Bühner-Bach-Schule in Achmer - ein Jubiläum, das die ganze Schulgemeinschaft am Freitag, 25. Mai 2018, mit vielen Ehrengästen, Eltern und Ehemaligen feierten.

50 Jahre Schule in Achmer ? Nein, eigentlich gibt es in Achmer schon viel länger eine Schule, nämlich seit 1719, also fast 300 Jahre, erläuterte Schulleiterin Renate Settelmeier in ihren Begrüßungsworten. Schule sah damals ganz anders aus als heute. „Fünf Klassen und für jede Klasse einen Raum und noch Gruppenräume, daran war damals nicht zu denken“, richtete sich Settelmeier an die gebannt lauschenden Kinder. 1887 wandte sich der damalige Lehrer Brocklage mit der Bitte um einen weiteren Lehrer an die Gemeinde. 175 Schüler wurden damals in einem einzigen Raum unterrichtet, die eine Hälfte kam vormittags, die andere nachmittags. Lange Zeit stand die Achmeraner Schule an der Neuenkirchener Straße. Nach dem Zweiten Weltkrieg - Achmer war durch zahlreiche Flüchtlinge enorm gewachsen - wurde ein Neubau erforderlich. „Der damalige Bürgermeister Lothar Lewandowsky hat damals für eine neue Schule gesorgt“, so Settelmeier weiter, die sich freute, den späteren Bürgermeister der Stadt Bramsche unter den Ehrengästen begrüßen zu können. Am 17. August 1968 bezogen Schüler und Lehrer die neue Schule, am 6. September folgte die offizielle Einweihung. 1997 wurden zwei weitere Räume angebaut, 2011 erhielt die Schule einen neuen Verwaltungstrakt, 2012 schließlich folgte die Umbenennung in Bühner-Bach-Schule. 

Schule als „Haus des Lernens“

Die Namensgebung führte die Rektorin schließlich zum Leitbild der Schule. „Wir sehen uns als ein Haus des Lernens. Wir sind eine gesundheits- und sportfreundliche Schule und wir sehen uns mit DGA, Sportanlagen und Heimathaus als sozialen Mittelpunkt der Gemeinde. Wir möchten, dass die Kinder selbstbewusst, selbstständig und kreativ werden und einen verantwortungsvollen Umgang miteinander ebenso wie mit der Natur und den natürlichen Ressourcen lernen“, so Settelmeier. Geübt werde dies unter anderem durch zahlreiche Unterrichtseinheiten im Schulgarten und am Bühner Bach, bei denen die Schule immer auf die tatkräftige und sachkundiges Hilfe des Achmeraner Naturkundlers Rolf Hammerschmidt habe setzen dürfen.. Settelmeier schloss mit den Worten: „Lasst uns jetzt zusammen feiern.

Der Bramscher Bürgermeister Heiner Pahlmann dankte der scheidenden Schulleiterin für ihr langjähriges Engagement. „Sie haben die Schule auf einen guten Weg gebracht“, sagte er. Zum Abschluss zitierte er das Schulmotto: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann können wir die Welt verändern. Mit einer Rede des Bürgermeisters gaben sich die Achmeraner Schüler allerdings nicht zufrieden. Beim Trommelkonzert unter Leitung von Olli Borg wurde Pahlmann mit Kochtopf und Löffel kräftig mit eingespannt.

Eine neue Wippe

An ihre eigenen Schulzeit in Achmer und auch an ihre Zeit als Elternvertreterin erinnerte sich Ortsbürgermeister Anke Hennig. Stellvertretend für den Ortsrat überbrachte sie das selbst gebastelte Modell einer Wippe. „Ihr habt euch eine neue Wippe gewünscht. Der Ortsrat wird sich daran beteiligen“, versprach sie unter Beifall der ganzen Schulgemeinschaft.

Pastorin Stefanie Wöhrle wünschte der Schule weiterhin Gottes Segen, bevor Dezernent Uwe Schönrock von der Landesschulbehörde zur Überraschung aller statt einer langen Rede eine „Rakete steigen“ ließ, und mit einem rekordverdächtig knappen „Ich bin zum ersten Mal hier und es ist toll, dass ich gleich ein Jubiläum feiern darf“, den Start für das anschließende Schulfest freigab. Bevor es allerdings an die Spielstationen, zum Grillstand und zur Cafeteria ging, ließen alle Schüler gleichzeitig mit Namenskarten bestückte bunte Luftballons in den Himmel steigen.