Ein Artikel der Redaktion

Größen des Country gehuldigt Sommerkultur mit Western-Musik in Hesepe

Von Sascha Knapek | 20.07.2014, 16:19 Uhr

Als „The Forgotten Sons of Ben Cartwright“ am Samstagabend die improvisierte Bühne im Biergarten von Bischof-Reddehase betraten, war der Name der Band schnell Programm. Bei hochsommerlichen Temperaturen verwandelten die „vergessen Söhne von Ben Cartwright“ die „Ponderosa“ in einen prall gefüllten Biergarten, der den „Country & Western“-Klängen des Quintetts lauschte und das Tanzbein schwang.

Das Titellied der legendären TV-Serie „Bonanza“ durfte dabei ebenso wenig fehlen wie die üblich verdächtigen Größen des US-amerikanischen Traditionsgenres. Dem „Man in Black“, Johnny Cash, huldigten die fünf Musiker mit dem „Folsom Prison Blues“, vor Alan Jackson zog man mit „Her Life’s A Song“ den an diesem Abend nicht nur sprichwörtlichen Hut und auch Country-Hymnen wie „King of the Road“ (Roger Miller) oder „I’m From the Country“ (Tracy Byrd) hatten ihren prominenten Auftritt.

Rockige Ausflüge

Ihre Scheuklappenfreiheit stellten Gerold Hinrichs (Gitarre, Gesang), der Lappenstuhler Peter Herzberg (Schlagzeug), Michael Grunwald (Bass, Gesang), Klaus Dörenkämper (Gitarre, Gesang) und Holger Schneider (Banjo, Mandoline, Gesang) mit diversen Ausflügen in Richtung Rock’n’Roll unter Beweis. Vor allem die Mannen um John Fogerty, Creedence Clearwater Revival, hatten es den fünf Cowboyhutträgern besonders angetan. „Bad Moon Rising“, „Lodi“, „Have You Ever Seen The Rain“ – die kleine Country-Auszeit zeigte die eher rockige Seite der Forgotten Sons of Ben Cartwright.

Was bei einem waschechten Country-Konzert natürlich nicht fehlen darf, sind die passend choreografierten Tanzeinlagen vor der Bühne. Dafür, dass man darauf nicht vergeblich warten musste, sorgten einige Line Dancer aus dem Bramscher Raum. Während die fünf „Cartwrights“ für den taktgebenden Soundtrack sorgten, schwangen ab und zu die Line Dancer das stilechte Tanzbein.

Ein dickes Country-Brett, wie es die Forgotten Sons of Ben Cartwright mitunter bohren, ist selbstverständlich Geschmackssache. Wer mit Cowboystiefeln, Stetson und „Yeehaw“-Rhetorik nichts anfangen kann, wird höchstwahrscheinlich auch am Samstagabend kein Fan davon geworden sein. Dass aber zahlreiche Bramscher durchaus etwas für „Country & Western“ übrig haben, zeigte der mehr als gut besuchte Biergarten.