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Gebiet am Stapelberger Weg Ortsrat Hesepe billigt neuen Bebauungsplan

Von Björn Dieckmann | 09.12.2015, 15:03 Uhr

Am Stapelberger Weg an der Grenze von Hesepe zu Bramsche sollen 50 bis 60 Bauplätze entstehen. Der Ortsrat Hesepe jedenfalls stimmte der Auslegung des entsprechenden Bebauungsplans am Dienstagabend zu – trotz einiger Bedenken.

Das künftige Baugebiet schließt unmittelbar an die bestehende Bebauung am Stapelberger Weg an. Da das vorgesehene Areal zum einen durch die Bahnstrecke, zum anderen durch die viel befahrene Lindenstraße begrenzt ist, werden einige Maßnahmen gegen die zu erwartende Lärmbelästigung erforderlich. Soll soll zu den Schienen hin ein vier Meter hoher Schallschutzwall errichtet werden, zur Straße hin wird diese Vorrichtung eine Höhe von 3,50 Meter haben. Außerdem wird in Teilen des Gebiets die zulässige Geschosszahl der Gebäude begrenzt.

Kritische Fragen aus dem Ortsrat

In der Ortsrats-Sitzung am Dienstagabend kam es wegen dieser Vorgaben zu kritischen Fragen an die Bauverwaltung. So befürchtete Michael Jeurink (CDU), dass von dem Schutzwall an der Bahn die Lärm-Emissionen auf die gegenüberliegende Bebauung in der Straße „Am Bahndamm“ reflektiert werden könnten. Stadtplaner Wolfgang Tangemann und Leitender Baudirektor Hartmut Greife schlossen dies allerdings kategorisch aus. Berechnungen hätten keinerlei Anhaltspunkt dazu ergeben. Auch die vorgesehenen Festsetzungen zur Farbe der Dachpfannen und dem zulässigen Grad der Dachneigung wurden von Seiten der CDU moniert.

Für die SPD kritisierte Ortsbürgermeister Horst Sievert, es werde wertvolle Ackerfläche vernichtet. Das neue Baugebiet sei zwar von der Lage her „sehr attraktiv“. Ob es allerdings einen Nutzen für Hesepe bringe oder sich die künftigen Bewohner eher nach Bramsche orientierten, bleibe abzuwarten. ( Weiterlesen: Keine Begeisterung für Baugebiet im Ortsrat Hesepe )

Anwohner fürchten Lärmbelastung

Anwohner des Stapelberger Wegs befürchten indes eine weiter zunehmende Lärmbelastung in ihrem Umfeld: Sowohl während der Bauphase als auch nach Fertigstellung der Häuser werde der Straßenverkehr auf der Lindenstraße zunehmen. Auch erschien ihnen nicht ausreichend, dass die Durchfahrt aus dem Neubaugebiet durch den Stapelberger Weg in Richtung Friedhof künftig unterbunden werden soll.

Trotz dieser Bedenken votierte der Ortsrat zunächst einstimmig für die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans. Gegen die Auslegung des Bebauungsplans stimmte einzig Anette Teckemeyer (CDU).

Am heutigen Mittwochabend, 9. Dezember, befasst sich auch der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt mit dem Bebauungsplan. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im großen Saal des Rathauses.