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Fußballhelden zum Anfassen Benefizspiel in Kalkrieser Varus-Arena ergibt 4000 Euro für Uwe-Seeler-Stiftung

Von Bernhard Tripp | 22.07.2012, 19:05 Uhr

Fußballhelden vergangener Jahrzehnte zum Anfassen erlebten während des Benefizspieles zugunsten der Uwe-Seeler-Stiftung in der Kalkrieser Varus-Arena gut 800 Zuschauer und sorgten für einen würdigen Rahmen.

Nach 90 Minuten hieß es in der Partie zwischen dem Bezirksligisten FC Kalkriese und dem von Max Lorenz betreuten „EinzA Promi Team“ 7:9. Für den guten Zweck kamen 4000 Euro zusammen.

In jeder Halbzeit fielen sehr zur Freude des Publikums acht sehenswerte Tore, wobei zunächst die Gastgeber die Nase vorn hatten (5:3). „Das ist Fußball“, schwärmte der Bremer Ex-Profi über das eine oder andere Tor des Tages, das auf beiden Seiten fiel – teilweise mit freundlicher Unterstützung der Deckungsreihen.

Wenn Manni Kaltz auf der rechten Außenbahn spurtete und „seine“ Bananenflanken schlug oder wenn Günter Herrmann seinen Gegenspieler tunnelte, raunte das Publikum ebenso wie bei passgenauen Zuspielen von Wolfgang Overath. Ein Pechvogel war Ansgar Brinkmann: Nach einem seiner gefürchteten Sprints fiel der Ex-VfLer mit einer Zerrung aus wie zuvor schon Frank Mill und Klaus Fischer, während Uwe Reinders die ganze Zeit die Bank drückte, um seine Umgebung mit Geschichten aus der Werder-Zeit mit Trainer Otto Rehhagel und mit kessen Sprüchen zu unterhalten. „Hättest du gleich einen Moment Zeit, ein Tor zu machen?“, rief Reinders Brinkmann zu, nachdem der „weiße Pele“ einmal den FCK-Torwart ausgespielt hatte, um dann ein spektakuläres Tor mit der Hacke erzielen, und nicht mit einem zurückgeeilten FCK-Spieler rechnete, der den Ball noch wegspitzelte. Über den signalgelben Sweater von Torwart Klaus Thomforde unkte Reinders: „Wenn du als Stürmer auf den zuläufst, wirst du blind“, und riet Siggi Reich nach einem Foul: „Lass dir Zeit; es sind noch 70 Minuten zu spielen.“

Die Kalkrieser Tore erzielten Stefan Schwöppe (3), Alexander Sahm (2) sowie Mario Brockmeyer, Yannick Richter und Tobias Schulz (je 1). Fürs „EinzA Promi Team“ trafen Martin Groth (2), Günter Herrmann, Matthias Herget und Siggi Reich (je 1) sowie die US-Gastspieler Felix Jäkel (1) und Steven Okai, der mit einem Hattrick nach der Pause die Wende zugunsten der Bundesligahelden einleitete, die mit ihrem Auftritt neue Sympathien gewannen.