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Für die ganze Familie Duo Pianoworte im Bramscher Tuchmacher-Museum

Von Olaf Christian | 07.12.2015, 16:35 Uhr

Ein Konzert der besonderen Art mit dem „Duo Pianoworte“ gab es in der Kornmühle des Tuchmachermuseums in Bramsche . Helmut Thiele (Wort) aus Osnabrück und Bernd-Christian Schulze (Piano) aus Hannover zogen die Zuhörer aller Altersstufen mit ihrem Vortrag in ihren Bann. Der aus Wien stammende Schauspieler Helmut Thiele, auch bekannt als Darsteller in dem Einakter „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind, und Bernd-Christian Schulze aus Hannover, Dozent für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien, verstanden es, Bilder in die Köpfe zu zaubern, wie es kaum ein Kinofilm zustande bringt.

Wie es der Titel Mitmachkonzert sagt, so blieb das Publikum dabei nicht außen vor. Thiele und Schulze hatten , angelehnt an die Geschichte „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak, die Geschichte vom Knecht Ruprecht und den Eisbären geschrieben und vertont. Die Story spielte, zumindest in Teilen, in Bramsche.

Hier hatten die Zuhörer, meist die Kinder, die Aufgabe, auf Stichwort hin mit den entsprechenden Perkussionsinstrumenten die Musik Schulzes zu unterstützen. Da wurde gebrüllt wie die Eisbären, mit den Krallen gekratzt, die Zähne gefletscht und mit den Augen gerollt. Alles mit der dazu passenden akustischen Untermalung. Wo kein Instrument vorhanden war, wurde der Stuhl zum Instrument.

Es folgte die heitere Geschichte von den zwei alten Frauen, die sich eine Gans kauften und sie ihn ihrer Wohnung im zweiten Stock hielten und mästeten, um sie zu Weihnachten zu verspeisen. Schließlich brachten sie es aber doch nicht übers Herz, das Tier zu töten und lebten noch Jahre glücklich mit ihr zusammen. Beim Märchen von Frau Holle wurden per Beamer Bilder an die Leinwand projiziert, die im Jahr zuvor Kinder der Meyerhofschule mit ihrem Lehrer Bernd Schuder gemalt und dem Duo zur Verfügung gestellt hatten. Die Veranstaltung endete mit der Weihnachtsgeschichte von Astrid Lindgren, untermalt mit Musik von Robert Schumann.

Der Applaus des Publikums drängte die Künstler dazu, noch eine Zugabe zu geben. Bernd-Christian Schulze spielte noch ein Stück synchron auf Klavier und Glockenspiel. Zum Abschluss des Nachmittags durften sich die Kinder sogar am Ende eine Süßigkeit abholen.