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Freitags von und nach Osnabrück Neuer Bramscher Nachtbus startet am 4. September

Von Björn Dieckmann | 04.08.2015, 20:07 Uhr

„N66“ startet am 4. September: Hinter diesem Kürzel verbirgt sich der neue Nachtbus, der Bramsche und Osnabrück künftig in den Nächten von Freitag auf Samstag verbinden soll.

Geschlossen wird mit dem neuen Angebot eine Lücke, über die sich besonders Jugendliche und junge Erwachsene in der Vergangenheit oft beschwert hatten: Während es an den Wochenenden in den Nächten zum Sonntag den „Nachtschwärmer“ zur späten Fahrt nach Osnabrück und zur noch späteren Fahrt zurück gab, fehlte ein entsprechendes Angebot an den Freitagen.

Letzte Abfahrt in Osnabrück um 4 Uhr

Das von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) und dem Bramscher Verwaltungs-Mitarbeiter Cornelis van de Water ausgearbeitete Konzept sieht vor, dass ab dem 4. September freitagabends um 22.04 Uhr der erste Bus von Ueffeln aus über Hesepe, Bramsche-Innenstadt und -Gartenstadt, Schleptrup, Engter und Wallenhorst nach Osnabrück fährt. Den Endhaltpunkt Alando Palais erreicht der Bus um 22.58 Uhr. Weitere Busse fahren dann um 0.04 Uhr und um 3.04 Uhr. Zurück von Osnabrück geht es um 23 Uhr, 1 Uhr und 4 Uhr bis nach Ueffeln, wo die Fahrzeuge jeweils eine Stunde nach Abfahrt eintreffen. Grund für die etwas längere Fahrzeit als in der Gegenrichtung ist, dass in Osnabrück mehr Haltestellen angefahren werden. Von Bramsche-Zentrum aus wird es zudem, von Osnabrück kommend, nach Anmeldung beim Busfahrer eine Umstiegsmöglichkeit in ein Anruf-Sammeltaxi geben, das Fahrgäste zum Bramscher Berg und nach Achmer bringt.

Übliche Tarife der VOS Nord

Für die Linie gelten die üblichen Tarife der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück-Nord (VOS), Inhaber von Abos, Semestertickets, Wochen-, Monats-, Schülerfreizeitkarten und so weiter müssen also nicht zusätzlich in die Tasche greifen. Ein Einzelfahrschein Bramsche–Osnabrück kostet 3,40 Euro. Die Koordination des Angebots liegt in den Händen der Stadtwerke Bramsche, die in ihrem Kundencenter am Bushalt Bramsche-Zentrum auch über das Angebot informieren wird.

„Beitrag zur Sicherheit“

Beim Vertragsschluss zwischen der Stadt bzw. den Stadtwerken Bramsche und den beauftragen Verkehrsbetrieben Beckermann, Hülsmann, Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn, Weser-Ems-Bus und der VOS Nord betonte Bürgermeister Heiner Pahlmann, der neue Nachtbus leiste „einen wichtigen Beitrag dazu, dass insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene sicher zur Disco oder einer Party und wieder zurückkommen“. Er hoffe, dass sich das Angebot nicht nachteilig auf die Bramscher Gastronomie auswirke. Offenbar fühlten sich die jüngeren Menschen allerdings in den hiesigen Kneipen wohl leider nicht so gut aufgehoben. „Sonst hätte es ja nicht die Wünsche nach diesem Nachtbus-Angebot gegeben“, so Pahlmann. Die Entwicklung gelte es dennoch zu beobachten, ebenso wie die Fahrgastzahlen der neuen Wochenend-Verbindung. Das Projekt sei nicht zufällig laut politischem Beschluss zunächst für drei Jahre bewilligt. Die Stadt Bramsche investiert in diesem Zeitraum knapp 70000 Euro.

Dass das neue Angebot Bramsche schaden könne, weil es Jugendliche und junge Erwachsene aus der Stadt treibe, glaubt Planos-Geschäftsführer Stephan Rolfes indes keineswegs. Vielmehr sei die neue Nachtlinie „eine Bereicherung für die Lebensqualität in Bramsche“. Denn es handele sich gerade nicht um einen klassischen Disco-Bus, sondern die Nutzer könnten auch zu später Stunde noch zwischen den Ortsteilen hin- und herfahren, etwa um Freunde zu besuchen. Zudem, so fügte Markus Wahlers als Vorsitzender des städtischen Jugendausschusses an, würden womöglich zu besonderen Ereignissen in Bramsche Gäste aus Osnabrück den Bus zu schätzen wissen. Nicht nur aus diesen Gründen setzt auch Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Holzgrefe darauf, dass der Nachtbus „sehr schnell sehr gut angenommen wird“.