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Flächennutzungsplan geändert Schleptrup: Erster Plan für Eiker Esch steht

Von Heiner Beinke | 02.06.2018, 13:37 Uhr

Gegen die Stimmen der Grünen und der Linken hat der Bramscher Stadtrat die 36. Änderung des Flächennutzungsplanes in Schleptrup beschlossen. Dieser Feststellungsbeschluss ist eine Voraussetzung für die Erweiterung des Industriegebietes in Schleptrup.

Dieses Verfahren ist damit abgeschlossen, die Flächennutzungsplanänderung muss nur noch vom Landkreis genehmigt werden. In Arbeit ist dagegen noch der Bebauungplan Eiker Esch. Hier werden die ganzen inhaltlichen Details geregelt. Dieser Bebauungsplan werde noch einmal ausgelegt, es gebe dazu auch noch eine öffentliche Veranstaltung zum Thema Fassadenbegrünung, erläuterte der Ausschussvorsitzende Ralf Bergander.

Grüne Bedenken

Für die Grünen erläuterten Marius Thye und Dieter Sieksmeyer ihre Bedenken gegen das zusätzliche Industriegebiet. Thye monierte unter anderem, dass es keine Wirtschaftlichkeitsberechnung für das Gebiet gebe. Sieksmeyer wies darauf hin, dass parallel ein Verfahren zur Abgrenzung des Wasserschutzgebietes laufe und ungefähr die Hälfte der Flächen des Industriegebietes in dem Schutzgebiet lägen. Er forderte ein Bebauungsverbot in einem 40 Meter breiten Streifen. Er hoffe, dass der Stadtrat nicht hinter die beim Industriegebiet für das Amazonenwerk erreichten Standards zurückfalle.

Bramsche sei in dieser Beziehung viel weiter als andere Kommunen, auch im Eiker Esch gebe es einen regen Austausch mit den Bürgern, betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende Oliver Neils. Eine Bauverbotszone wäre wenn überhaupt ein Thema für den Bebauungsplan, entgegnete Baudirektor Hartmut Greife. Der Landkreis habe allerdings schon signalisiert, dass er bei den im Bebauungsplan vorgesehenen Festsetzungen zur Entwässerung keine Bedenken habe. Die Erweiterung des Industriegebietes „wird der Stadt Bramsche nutzen und sie langfristig voranbringen“, meinte er unter dem Beifall der meisten Ratsmitglieder.