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Erstes Treffen im Oktober Netzwerk für Bramscher Schulen und Betriebe

Von Hildegard Wekenborg-Placke | 15.09.2011, 11:41 Uhr

Das Thema Ausbildung und Berufsorientierung steht im Mittelpunkt des ersten Bramscher Netzwerktreffens Schule- Betriebe, das am 12. Oktober in der Hauptschule Heinrichstraße stattfindet.

Organisiert wird das Treffen federführend von der Servicestelle Schule-Wirtschaft mit Unterstützung des Stadtmarketings, der Hauptschule, der Realschule, der MaßArbeit und der Firma Sanders. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des damit drohenden Fachkräftemangels sei es notwendiger denn je, Betriebe und Schulen näher zusammenzuführen, erläutert Koordinatorin Annette Rosken von der Servicestelle. Eine ähnliche Veranstaltung gibt es bereits in Georgsmarienhütte. Dort erfreut sie sich wachsender Beliebtheit bei Schulen und Unternehmen.

In Bramsche hat Rosken bereits die Firmen des vom Stadtmarketing organisierten Gesprächsforums Wirtschaft eingeladen, außerdem alle Bramscher Schulen und hier besonders die Schulleiter, Schulsozialarbeiter und Fachlehrer für den Bereich Wirtschaft. Schon jetzt, Mitte September, liegen von den Firmen 28 Zusagen vor, freut sich Rosken. Auch das Echo aus den Schulen ist positiv, ein Zeichen dafür, dass auf beiden Seiten Interesse an einer engeren Zusammenarbeit besteht.

Gerade Arbeitgeber im gewerblich-technischen Bereich hätten zunehmend Schwierigkeiten, Leute zu finden, erläutert Rosken. Kaufmännische Berufe dagegen seien nach wie vor beim Nachwuchs sehr gefragt. Kaum jemand wisse, dass es in Deutschland rund 360 Ausbildungsberufe gebe. Als Beispiel nennt Rosken den Textilmaschinenführer, der beispielsweise in der Firma Gebr. Sanders in Bramsche ausgebildet wird.

Ziel des Netzwerks soll sein, Schülern erste Einblicke in die Arbeitswelt zu verschaffen. Firmen sollen die Chance bekommen, sich in den Schulen vorzustellen, es könnten Betriebsbesichtigungen für Lehrer angeboten werden. Unternehmen könnten auch direkte Kooperationen mit einzelnen Schulen eingehen, etwa über die Unterstützung einer Schülerfirma. Als Beispiel nannte Rosken dabei die Zusammenarbeit zwischen der Hauptschule Bramsche und der Bäckerei Justus.

Die Arbeit des Netzwerks könnte zudem helfen, Missverständnisse abzubauen, meint Rosken. Nur ein Beispiel: Noch immer glaubten viele Lehrer und Eltern, Ausbildungsplatzsuchende sollten zunächst das Halbjahreszeugnis abwarten und sich dann damit bewerben. Größere Firmen hätten zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits das Bewerbungsverfahren abgeschlossen. Solche Dinge könnten Personalverantwortliche bei Besuchen in den Schulen kommunizieren, so die Koordinatorin.