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Enger Zeitplan für IGS Kontroverse Diskussion im Bramscher Stadtelternrat

Von Heiner Beinke | 16.07.2014, 19:33 Uhr

Das Thema Integrierte Gesamtschule stand klar im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Stadtelternrates am Dienstagabend im Besucherzentrum von Museum und Park Kalkriese. „Das war schon eine sehr lebhafte und auch kontroverse Diskussion“, fasste die Vorsitzende Anderea Höveler im Rückblick den Abend zusammen.

„Wir haben bewusst kein Votum abgegeben“, meinte Höveler mit Blick auf die im Sommer auslaufende Amtszeit dieses Stadtelternrates. Das weitere Prozedere wird dann das neue Gremium begleiten, das sich nach den Sommerferien erst finden muss. Es sei „schon schade“, dass der jetzige Elternrat, der sich so intensiv und engagiert mit dem Thema befasst habe, die Entwicklung nicht zu Ende begleiten könne, findet Hövele r.

Ausführlich hätten die Elternvertreter noch einmal das Für und Wider erörtert. Die Freude auf eine neue Schulform für Bramsche sei ebenso zur Sprache gekommen wie die Sorge, was aus den bestehenden Schulen werde. Die Abhängigkeit vom Elternvotum in Nachbarkommunen war ebenso ein Thema wie die Tatsache, dass bei einer Überbelegung der Integrierten Gesamtschule die Plätze im Losverfahren vergeben werden könnten. Damit wäre dann nicht sicher, dass alle Bramscher Kinder vom IGS-Standort Bramsche profitieren würden.

Für die Stadtverwaltung schilderte in der Sitzung Schulfachmann Helmut Langelage den weiteren Weg des Verfahrens, das unter besonderem Zeitdruck stehe. Die Schule beginnt nach den Sommerferien erst am 11. September, der Kreistag muss aber schon in seiner Sitzung am 20. Oktober über die IGS Bramsche entscheiden, weil die Frist zur Beantragung dieser Schule bei der Landesschulbehörde am 31. Oktober ausläuft. In dieser Zeitspanne wollten zunächst die Grundschulen ihre Eltern informieren, dann soll es Informationsabende des Landkreises geben. Schließlich würden die Fragebögen in Bramsche und auch in den Nachbarkommunen ausgegeben, die der Kreis schnell zurückhaben müsse, um die Entscheidung vorzubereiten. Alle bisherigen Zeitpläne seien noch vorläufig, betonte Langelage.

Der Stadtelternrat beschloss seine letzte Sitzung mit einer Führung durch Museum und Park. „Da möchte ich mich im Namen aller Teilnehmer für die fantastische Führung und Bewirtung bedanken“, freute sich Andrea Höveler über einen gelungenen Abschluss.