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Engagement für Flüchtlinge Kaffeetafel in der LAB Hesepe als Dank für Helfer

Von Holger Schulze, Holger Schulze | 06.05.2018, 17:09 Uhr

Mit einer Kaffeetafel in der Kantine der LAB Hesepe bedankte sich die Stadt Bramsche bei den ehrenamtlichen Helfern, die sich bei der Betreuung von Flüchtlingen engagiert haben.

Etwa 60 Menschen waren es, die sich zum Höhepunkt der Flüchtlingswelle im Jahre 2015 bei der damals eingerichteten Ehrenamtlichenbörse für eine freiwillige Mitarbeit bei der Bewältigung der anstehenden Integrationsbemühungen interessierten. Entstanden sind damals etliche Initiativen, die sich auch heute noch aktiv um die geflohenen Menschen hier in Bramsche kümmern.

Andere wiederum hatten damals keinen geeigneten Einsatzbereich für sich entdecken können, sind aber vielleicht wieder an einer ehrenamtlichen Betätigung interessiert. All diesen Menschen galt am Freitagnachmittag eine Einladung der Bramscher Ehrenamtskoordinatorin Maria Stuckenberg zu einem Kaffeetrinken in die Personalkantine der LAB Hesepe.

„Amal, Musikgruppe, Freizeit für Flüchtlingskinder, HVD Begegnungsstätte und Diakonisches Werk“ stand auf den Tischkarten, und auch die türkisch-islamischen Gemeinde sowie die Christuskirchengemeinde in Hesepe waren vertreten. Rund 30 Gäste wurden von Maria Stuckenberg begrüßt. „Superklasse, dass bei einem so tollen Wetter doch noch eine so große Gruppe hier versammelt ist, um ein Dankeschön entgegen zu nehmen und vielleicht wieder neuen Motivation zu bekommen“, eröffnete Maria Stuckenberg nach Nachmittag.

Lange Geschichte

Sie selbst erhielt ebenfalls ein Dankeschön von Silvio Urner, dem stellvertretenden Standortleiter, der für die LAB das Wort ergriff, um auf die Geschichte der Einrichtung zurückzublicken. Spätaussiedler waren in den späten 1980 er Jahren der Anlass für das Entstehen der Einrichtung. Schnell gab es damals auch schon eine Kleiderkammer, berichtete Silvio Urner. Ab 2000 wurden die Kriegsflüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien zur neuen Aufgabe. Auch hier engagierten sich ganz schnell wieder viele Freiwillige, die zur Hilfe bereit waren.

„In 2015 dann, als das Ganze so aus den Ruder lief, dass man es nicht mehr händeln konnte, waren wir sehr dankbar für die Ehrenamtlichen, die uns unterstützt haben“, schloss Silvio Urner seine Begrüßungsworte,

Hilfe in der Not

Bürgermeister Heiner Pahlmann dankte ebenfalls für „den großen Anteil von Leuten, die hier dabei helfen, dass es für die Flüchtlinge hier erträglich wird. Dankeschön dafür, dass Sie dies hier so kontinuierlich durchgetragen haben. Unser ganzes Gemeinwesen würde ohne Ehrenamtliche nicht funktionieren“, hielt Heiner Pahlmann einmal mehr fest. „Hier sind Menschen, die dagegen Stellung beziehen, dass angeblich Europa die ganzen Flüchtlinge nicht mehr vertragen kann. Das, was Ehrenamtlichkeit in der Gesellschaft bewirken kann, ist absolut gewollt. Es war gut zu sehen, dass es hier Menschen gibt, die die Not erkannt haben und einfach gemacht haben“, fasste Heiner Pahlmann das Engagement der Ehrenamtlichen zusammen.

Austausch

Neben dem Kaffeetrinken als Dankeschön gewollt war auch der Austausch zwischen den Menschen, die aktiv sind und denjenigen, die vielleicht noch in den Startlöchern stehen. Hierzu gab es nach den Worten beim Kuchengenuss noch reichlich Gelegenheit.

Im Angebot war ferner ein Rundgang durch die LAB mit den Stationen Begegnungsstätte, Spieletreff, Kleiderkammer und Interkulturelle Lernwerkstatt.