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Eintopftage und Gastro-Bustour Bramscher Wirte werden aktiv

Von Hildegard Wekenborg-Placke | 19.06.2014, 21:00 Uhr

Die Bramscher Wirte – und damit sind auch die aus den verschiedenen Ortsteilen gemeint – wollen in der Öffentlichkeit präsenter werden. Geplant sind unter anderem Eintopftage, eine kulinarische Bustour oder auch eine Grünkohlparty.

„Es gibt schöne und hochwertige Gastronomie in Bramsche. Das wollen wir wieder verstärkt ins Bewusstsein rücken“, sagt Jan Rathjen vom Stadtmarketing. Seine Kollegin Christiane Wagner ergänzt: „Kunden verlangen verstärkt nach Angeboten mit regionalem Bezug.“ Gute Beispiele, wie die Wirte auf diese Entwicklung reagiert hätten, seien unter anderem die Kartoffelplatte, Angebote mit Holunder oder auch die seit Jahren etablierte „Kaffeezeit“.

Mittlerweise haben Stadtmarketing und Wirte einen Arbeitskreis gegründet, der sich in regelmäßigen Abständen trifft „Wir wollen gemeinsam für die Stadt Bramsche werben“, verspricht Ernst-August Rothert aus Engter . Bislang gab es zwar Aktionen einzelner Gastronomen. Es gab Spargelwochen, Aktionen zum Thema Kartoffeln, es gab historische oder Krimidinners und Ähnliches – vernetzt waren die Angebote allerdings selten und wurden deshalb auch nicht terminlich koordiniert oder gar beworben, erklären Wagner und Rathjen. Die Abstimmung soll jetzt dafür sorgen, dass nicht mehrere Veranstaltungen zeitgleich stattfinden und sich damit gegenseitig Außenwirkung und Kundschaft nehmen. Alle Aktionen werden dann in einem Kalender zusammengefasst.

Einen ersten Schritt wollen die Wirte im November mit den 1. Bramscher Eintopftagen machen. Vier Wochen lang werden sie von der Rindfleischsuppe bis zum Erbseneintopf vielerlei anbieten, was das Herz des Suppenfans erfreut und die Seele in der dunklen, kalten Jahreszeit wärmt. „Wir werden uns natürlich absprechen, damit es nicht fünfmal Erbsensuppe gibt“, verspricht Katja Schütte von der „Schlatsburg“. 

Gastro-Bustour

Ein weiteres Highlight ist für den Januar geplant – eine gastronomische Bustour. In Anbetracht der Jahreszeit müssen die Besucher nicht wie bei der bewährten und auch in diesem Jahr wieder stattfindenden Gastro-Tour selbst in die Pedale treten. An einem noch festzulegenden Termin wollen die Wirte einen Bus chartern, um hungrige und neugierige Gäste von einem Haus zum nächsten zu chauffieren. „Dann könnte es beim Ersten die Vorspeise geben, beim Nächsten den Zwischengang, dann die Hauptspeise und so weiter“, überlegt Christiane Wagner.

Zur Information der Bramscher wie ihrer Gäste soll zudem ein kulinarischer Kalender im Internet beitragen. Auf der Startseite von „bramsche.de“, die offizielle Webseite der Stadt Bramsche, wird ein „Messer & Gabel“-Symbol“ zu Gaststätten und Restaurants und ihren tagesaktuellen Angeboten führen. Die Service erfolgt in direkter Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Bramsche.

„Wir hoffen, dass viele Wirte mitmachen und der Pool immer größer wird“, sagt Rathjen. Auch die internationale Küche soll perspektivisch integriert werden. Darüber hinaus könne er sich durchaus Aktionen vorstellen wie das Koch-Festival „Bramsche tischt auf“, dass vor einigen Jahren auf dem Event-Kalender der Tuchmacherstadt stand. „Wir schauen uns auch in der Region um“, sagt Rathjen. „Man muss das Rad ja nicht immer neu erfinden“.

Grünkohlparty

Ansonsten ist die Kreativität der Wirte gefragt, findet auch Ernst-August Rothert und geht gleich mit gutem Beispiel voran. Am 8. November steigt hier die „1. Bramscher Grünkohlparty“ – mit Buffet und Discjockey. „Da kann man die Kalorien gleich wieder abtanzen“, ermutigt er das lokale Partyvolk.