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Einmal Teckel, immer Teckel Bernard Macke aus Alfhausen und seine geliebten Vierbeiner

Von Sascha Knapek | 22.06.2012, 10:15 Uhr

Wenn Menschen über ihr Hobby reden, kann es mitunter ganz schön leidenschaftlich zur Sache gehen. Ein Paradebeispiel dafür ist der Alfhausener Dackelfreund Bernard Macke. Der 59-Jährige ist Vorsitzender der Teckelgruppe Epe-Bramsche und von morgens bis abends mit seinen Vierbeinern und der Vereinsarbeit beschäftigt. Ein Tagesablauf, in dem Macke nach eigenem Bekunden „voll aufgeht“.

Begonnen hat Bernard Mackes Verbundenheit zu Teckeln bereits in der Kindheit. „Meine Eltern hatten einen landwirtschaftlichen Betrieb und da bin ich natürlich mit Tieren groß geworden. Meine Lieblinge waren die Teckel“, erzählt der gelernte Lackierer. Durch das Berufs- und Familienleben hatte er später dann jedoch wenig Zeit für einen eigenen Hund. Erst als sich Mackes Tochter Anfang der 90er-Jahre einen Vierbeiner wünschte, kaufte der Alfhausener den ersten familieneigenen Dackel. „Einmal Teckel, immer Teckel“, bringt Macke die Entscheidung auf den Punkt, warum es damals Langhaardackel „Alfi“ und kein Schäferhund oder Cocker-Spaniel wurde. Dass er jetzt aber nicht nur Hundehalter sein wollte, sondern mit dem Teckel gerne auch auf Ausstellungen laufen wollte, war für den Dackelfreund schnell klar. Der nächste logische Schritt war nunmehr der Beitritt in eine Teckelgruppe.

Das Vereinsleben im Teckelclub begann für Macke dabei nicht auf Anhieb in der Gruppe Epe-Bramsche. 1996 trat er der Ankumer Teckelgruppe bei, die sich allerdings schon wenige Monate später auflöste. „Danach hatte ich die Wahl, entweder nach Lohne oder nach Epe-Bramsche zu gehen, und aufgrund der Nähe zu Alfhausen entschied ich mich für die zweite Variante“, kommentiert Bernard Macke seinen im Februar 1997 durchgeführten Gruppenwechsel.

Bei den Bramscher Teckelfreunden fühlte sich Macke sofort wohl und erstand vom damaligen ersten Vorsitzenden, Ewald Schröer, kurze Zeit darauf seinen ersten Rauhaardackel. „Peggy vom Honigmoor“ hieß die Hündin, mit der er sich fortan auch als kleiner Züchter versuchte. Seit Juli 1998 ist in Mackes Garten hierfür ein Zwinger angemeldet, und er betreibt dieses Hobby bis heute. „Ich mache nie mehr als einen Wurf pro Jahr. In manchen Jahren auch gar keinen“, erläutert der Alfhausener. Den obligatorischen Zwingernamen leitete Macke dabei vom Ort seiner Kindheit ab. Alle Nachzuchten erhalten den Titel „von der Schleppenburg“ (ein Ortsteil von Alfhausen) damit jeder weiß, wo der Vierbeiner herkommt.

Ein heftiger Schicksalsschlag widerfuhr dem Hundefreund und seiner Tierliebe vor fünf Jahren. „Innerhalb von fünf Monaten hat man zwei meiner Hunde und einen Welpen mit in Pflanzenschutzmittel getränktem Fleisch vergiftet“, erzählt Macke, den die Vorfälle sehr mitgenommen hatten. Die Frage des Weitermachens stellte sich für den Vorsitzenden des Teckelclubs damals allerdings nicht. „Eine Nacht musste ich drüber schlafen, dann war bei aller Niedergeschlagenheit klar, dass wieder ein Hund her muss“, blickt der 59-Jährige auf die nicht leichte Zeit zurück.

Eine tragende Rolle bei dieser Entscheidung spielte für Macke auch die große Wichtigkeit des Vereinslebens. Seit 2002 fungiert der Dackelfreund als Vorsitzender der Teckelgruppe Epe-Bramsche, und die Gesellschaft und der Zusammenhalt des Klubs sind für ihn ein unersetzbarer Bestandteil des eigenen Hobbys. „Das Vereinsleben wird bei uns großgeschrieben, und als erster Vorsitzender versuche ich, mit gutem Beispiel voranzugehen“, unterstreicht Macke.

Ein normaler Tagesablauf läuft im Hause Macke nach gewissen Regeln ab, von denen nicht nur die Vierbeiner profitieren. Neben den obligatorischen Fütterungen und der Säuberung des Zwingers wartet auf Bernard Macke und seine drei Teckel „Hera von den Königstannen“, „Gunda von Bredenbeck“ und „Sophie von der Schleppenburg“ jeden Tag ein zehn Kilometer langer Gang um den Alfsee. „Dabei tue ich etwas für meine Gesundheit, und die Hunde kommen auch gerne mit. Ob es Bindfäden regnet oder die Sonne scheint, ist uns egal“, scherzt der Teckelfreund.

Wenn Bernard Macke seine Hunde versorgt hat und mal ein paar ruhige Momente genießen könnte, kommt dann noch die viele Arbeit ins Spiel, die mit der Vorstandsarbeit im Teckelclub verbunden ist. Während er von vielen täglichen Telefonaten, Richtereinladungen für die Hundeschauen und Prüfungen und allerhand Organisationsaufgaben, die das Vereinsleben bereithält, erzählt, hat man aber nie den Eindruck, dass ihm diese Tätigkeit zur Last fallen würde. Im Gegenteil: Kurz darauf, als der alles entscheidende Satz fällt, ist glasklar, warum Macke die Vereinsarbeit und der Alltag mit seinen Hunden so viel Freude bereiten: „Das ist einfach mein Ding!“, sagt der Alfhausener mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht.