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Ein Memoriam-Garten entsteht Neuer Bereich für Doppelurnengräber in Achmer

Von Marcus Alwes | 11.05.2015, 09:35 Uhr

Auf dem Friedhof in Achmer entsteht zurzeit ein neues Gräberfeld für die Beisetzung von Urnen. Zuständig für die Planung und Gestaltung ist die Stadt Bramsche, die neben dem Friedhof in Achmer auch den Sögelner Friedhof als städtische Liegenschaft verwaltet.

Am Beispiel dieses neuen Friedhofsbereiches für Doppelurnengräber lässt sich gut erkennen, dass das Verwalten oft auch ein Gestalten ist. Wie Ina Böck-Scheider, bei der Stadt Bramsche für das Friedhofswesen zuständig, berichtet, trat Reinhild Bürger, Mitarbeiterin auf dem Friedhof Achmer, mit der Bitte an sie heran, eine Lösung für den akuten Mangel an Urnengrabstätten zu finden. Aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage nach eben dieser Bestattungsform waren die Kapazitäten des dortigen Friedhofes nahezu ausgeschöpft.

Künftig 50 Urnengräber

Gemeinsam mit dem Team der Bauverwaltung und Bürger entwickelte Böck-Scheider erste Grundideen. Auf dieser Basis entwarf Nadine Kepper als städtische Landschaftsplanerin ein Gestaltungskonzept und übernahm die Detailplanung. So wird das neue Gräberfeld am Rande des Friedhofs als dreieckiges, in sich geschlossenes Areal gestaltet. Etwa 50 Urnengräber umschließen umlaufend eine zentrale Fläche, die nach Art eines Memoriam-Gartens zum Verweilen einlädt. Alle Grabstätten werden zum Innenbereich dieser Gemeinschaftsfläche hin ausgerichtet sein.

Fixpunkte des Areals sind ein Amberbaum an der Spitze des Dreiecks sowie ein als Gegenpol an der Basis des Dreiecks platzierter Rotdorn. Beide Bäume werden laut Nadine Kepper auch dank ihrer Laubfärbung einen harmonischen Rahmen bilden. Ein Staudenbeet in der Mitte der Anlage sorgt für saisonal unterschiedliche Akzente.

Um den Besuchern des Gräberfeldes ein angenehmes Verweilen zu ermöglichen, wird außerdem eine ganz besondere Sitzgelegenheit im Zentrum der Anlage geschaffen: Am Betriebshof der Stadt Bramsche wird aus einem alten Grabstein und wetterfestem Holz eine Bank gebaut. Der städtische Betriebshof ist überdies mit der baulichen und gärtnerischen Umsetzung des Planes betraut. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich in zwei Wochen abgeschlossen sein. Die Pflanzung der Bäume sowie einer angrenzenden Hecke ist für den Herbst vorgesehen.

Böck-Scheider und Kepper sind unterdessen überzeugt, dass das gestalterische Konzept des neuen Gräberfeldes gut angenommen wird. Immer mehr Menschen tendierten zur Urnenbestattung, und die Bereitstellung von Urnengräbern, die in ein parkähnliches Areal eingebunden sind, spreche viele an, denen die Bestattung etwa in einem Friedwald vielleicht zu wenig privat erscheint.