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Ehrenamtsbörse im Bramscher Rathaus Ehrenamt in Hesepe: Wie kann ich Flüchtlingen helfen?

Von Björn Dieckmann | 14.09.2015, 20:02 Uhr

Zu einer Ehrenamts-Börse lädt die Stadt Bramsche am heutigen Dienstag um 18 Uhr im Rathaus ein. Vorstellen werden sich die Vereine und Verbände, die für die Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber in Hesepe tätig sind.

Nach einem ersten internen Treffen in der vergangenen Woche , das dem Kennenlernen untereinander diente, gehen die Organisationen nun an die Öffentlichkeit, die zum größten Teil in der Landesaufnahmebehörde (LAB) ehrenamtlich aktiv sind und darauf hoffen, weitere Freiwillige aus Bramsche und Umgebung werben zu können.

„Wir hoffen, dass möglichst viele Besucher kommen. Denn die Unterstützung der Flüchtlinge in Hesepe ist in vielerlei Hinsicht dringend erforderlich“, wirbt Bürgermeister Heiner Pahlmann für die Veranstaltung.

Ein offizielles Rahmenprogramm für den Abend gibt es nicht. Alle Vereinen und Verbänden werden sich präsentieren und laden die Interessenten an einem Ehrenamt zu Gespräch ein. Auch werden Karteikarten ausliegen: Dort können sich diejenigen eintragen, die vielleicht noch nicht konkret fündig werden, aber grundsätzliches Interesse an einem Ehrenamt haben.

Neben Vertretern der Stadt Bramsche und der Landesaufnahmebehörde werden am Dienstag voraussichtlich anwesend sein:

 Diakonie Bramsche: Zuständig für die LAB-Kleiderkammer und die neue zentrale Annahmestelle für Sachspenden auf dem Grundstück der Bildungsstätte „Die Brücke“

 Johanniter Osnabrück: Die Johanniter stellen Sanitäter für die Krankenstation in der LAB; hier kooperieren sie mit Hausärzten aus Bramsche und Umgebung sowie mit dem Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück, der Erstuntersuchungen von Asylbewerbern durchführt. Die Johanniter leisten zudem soziale Betreuung für Flüchtlinge.

Die Haus- und Kinderärzte führen Untersuchungen in der Erstaufnahme-Einrichtung selbst durch und werden von Dolmetschern unterstützt. Zuweilen müssen die Flüchtlinge aber zu weiteren Untersuchungen in die Praxen in Bramsche kommen. Hierfür, so äußern mehrere Ärzte, wären Lotsen und/oder Dolmetscher wünschenswert, die die Asylbewerber begleiten.

 Die Brücke: Auf dem Grundstück der „Brücke“ findet Unterricht für LAB-Schüler statt in Verbindung mit der HSA Bramsche. Außerdem ist hier die neue Kleiderannahmestelle eingerichtet. Gesucht werden Lehrer für Sprachkurse und Betreuer in den Pausenzeiten.

 Christuskirche Hesepe: Die evangelische Kirchengemeinde stellt, soweit möglich, Räumlichkeiten für Freizeitangebote an Flüchtlinge. Pastorin Andrea Wolters setzt ansonsten auf persönliche Gespräche mit Flüchtlinge, von denen hin und wieder auch welche in den Gottesdienst kommen. Wünschen würde sich Wolters Lotsen, die in Hesepe den Weg zum Bahnhof oder den Märkten erklären und beim Einkaufen behilflich sind. Dafür bietet sich Wolters als Vermittlerin an.

 Freizeit für Flüchtlingskinder: Gehört zum Exil-Verein Osnabrück; veranstaltet jeweils samstags für bis zu 50 Kinder und Jugendliche in der LAB sportliche, künstlerische, musikalische und kulturelle Freizeitaktivitäten. Mithelfer aus der näheren Umgebung werden gesucht, um mehr Kinder und Jugendliche bei den Angeboten integrieren zu können und auch Veranstaltungen wochentags durchführen zu können.

 Christliche Flüchtlingshilfe Hesepe: Diese Organisation, ein Teil des Amal e.V., bietet einen Besuchsdienst in der LAB zu seelischen Stabilisierung der Flüchtlinge an. Auch Ausflüge und Gottesdienstbesuche werden unternommen. Aufgebaut werden sollen noch Bildungsangebote.

 Förderverein Haus des Lernens: Das Haus des Lernens ist bisher noch nicht für die Aufnahmeeinrichtung tätig. Aufgebaut werden soll aber ein Begleitungdienst für Flüchtlinge bei den für uns selbstverständlichen Dingen des täglichen Lebens )Schule/Behörden/Ärzte/Krankenkasse/Lebensfragen)

An dem ersten Termin im Rathaus hatten auch die Bramscher Initiative für das Miteinander der Kulturen (BIKU), die Flüchtlingshilfe Hesepe, die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück, die Firma Sanders, mehrere Nachbarn der LAB, Landtagsabgeordnete Filz Polat und die Kommunalpolitikerinnen Anke Hennig und Silke Schäfer teilgenommen.

Die Stadt Bramsche hat ein Büro eingerichtet, in dem zentral alle Anfragen zu einem möglichen Ehrenamt aufgenommen werden. Zu finden ist das Büro im Rathaus im Erdgeschoss Raum E02, Telefon 05461/83456, Fax 05461/836456, E-Mail: Netzwerk-LAB@bramsche.de . Ansprechpartnerin ist Claire Scheijgrond.