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Doppelkonzert an St. Johannis Beifall für „Serenade“ in Bramscher Kirche

Von Holger Schulze, Holger Schulze | 20.06.2016, 17:06 Uhr

Am Sonntagabend fanden sich Posaunenchor und Vokalchor der St. Johannis-Gemeinde Bramsche unter der Leitung von Rolf Schneider und Norbert Fisse zu einem besonderen Gottesdienst in Form einer „Serenade“ mit den Gemeindemitgliedern und Pastor Arne Hüttmann zusammen.

„Wir feiern seit rund 15 Jahren immer diesen Gottesdienst am letzten Sonntag vor den Ferien. Dabei nutzen wir die schöne Sommerzeit und durch die Vorfreude die auf Sommerferien weist dieser Gottesdienst eine ganz besondere Stimmung auf“, erklärte Norbert Fisse den Hintergrund dieses Abends mit Musik und Gesang.

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14 überwiegend geistliche Titel hatten Chor und Posaunenchor erarbeitet, die sie im Wechsel vortrugen. Mit einem akzentuierten „Ich will dir danken, Herr“ eröffnete der Posaunenchor die „Serenade“, gefolgt von einem Prélude und einer Fuge, gespielt Norbert Fisse an der Orgel.

Beifall im Kirchenschiff

„Ist es nun ein Gottesdienst oder nur ein Musikkonzert?“, fragte Arne Hüttmann bei der Begrüßung. Der Serenadengottesdienst sei „ein besonderer Moment der Musik, den wir miteinander teilen und insofern ohne Frage ein Gottesdienst“, beantwortete Arne Hüttmann die Frage dann selbst. Lebendig wurde der Gottesdienst in der Tat und gestattete auch Beifall im Kirchenschiff.

Der Chor besang anschließend zweisprachig die Freude hier zu sein und hieß die Gläubigen nochmals willkommen. Getragen und geistlich geprägt ertönten zwei Werke von Bach, intoniert vom Posaunenchor. „Wohl denen, die da wandeln“, ein Chorwerk von Heinrich Schütz und Gebhard von Hirschhausen, schlossen sich hier an.

Mit „The Rose“, in deutscher Sprache gesungen, stellte sich die Chorgemeinschaft den Herausforderungen eines siebenstimmigen Gesangs. Im Zeichen der Ökumene stand das nächste Stück des Posaunenchores. „Campra“, ein fröhliches Stück, wurde aus einem katholischen Gottesdienst importiert.

Zugaben

Eine Komposition von Georg Friedrich Händel ließ den Chor per Gesang Singen, Springen, Jubilieren sowie dem Herrn danken. Mit einem „Amen“ und dem „Dona nobis pacem“ gab der Chor im Anschluss an die Fürbitten und dem Vaterunser mit Arne Hüttmann, nochmals den Ton an.

Die „Serenade“ endet nach dem Segen zum kraftvollen wie beschwingten Schluss mit einem „ Shine, Jesus, Shine“, dem letzten offiziell zum Programm zählenden Vortrag des Posaunenchores. Auf einen Zugabewunsch hin reagierte der Chor und bat singend um die schützende Hand Gottes bis zum nächsten Wiedersehen. Dem wollte der Posaunenchor nicht nachstehen und ließ ebenfalls seine Instrumente ein weiteres Mal erklingen.