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Countdown läuft Entscheidung über Krankenhäuser in Bramsche und Dissen

Von Hildegard Wekenborg-Placke | 16.07.2014, 14:59 Uhr

Die Würfel sind offenbar gefallen: Der Krankenhaus-Planungsausschuss des niedersächsischen Sozialministeriums hat nach Informationen von NOZ Medien entschieden, für das Krankenhaus in Dissen keine weiteren finanziellen Zuschüsse für Investitionen zur Verfügung zu stellen. Das Krankenhaus in Bramsche soll dagegen mit einer konzeptionellen Neuausrichtung mit psychiatrischem Schwerpunkt gestärkt werden.

Um 16 Uhr wird der Planungsausschuss beim Sozialministerium in Hannover verkünden, ob Bramsche die sogenannte Planungsfreigabe für die dringend nötige Sanierung des Hauses erhält. Die wiederum hatte der Träger des Hauses, der katholische Niels-Stensen-Klinikverbund , zur Voraussetzung erklärt, um das Haus zukunftsfähig aufstellen zu können.

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Heute um 17 Uhr will die Niels-Stensen-Spitze alle Krankenhaus-Mitarbeiter über den Stand der Dinge informieren. „Wir hoffen, dass das Ministerium „Ja“ sagt“, meinte Geschäftsführer Werner Lullmann. Eine Einschätzung lehnte er aber in Anspielung auf das WM-Finale am Sonntagabend ab: „Die letzten drei Minuten der Verlängerung können entscheidend sein.“ Auch über die mögliche konzeptionelle Ausrichtung der Bramscher Klinik wollte er sich noch nicht äußern. Petra Rehling von der Mitarbeitervertretung meinte am Mittwochmorgen: „Bei uns allen liegen inzwischen die Nerven blank“.

Bramsches Bürgermeisterin Liesel Höltermann zeigte sich dagegen bei einem Besuch von Landrat Michael Lübbersmann im Bramscher Krankenhaus vor wenigen Tagen optimistisch. „Vor ein paar Monaten hätte ich meine Einschätzung noch als ‚vorsichtig optimistisch‘ bezeichnet. Ich glaube, dass ‚vorsichtig‘ kann man jetzt streichen.“