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CDU: Trennung keine Lösung Neue Debatte um Standort für Bramscher Realschule?

Von Hildegard Wekenborg-Placke | 13.02.2016, 09:22 Uhr

Stellt das „Jamaica Plus-Bündnis“ das bislang als gesichert geltende Konzept zum stufenweisen Umzug der Realschule in das Hauptschulgebäude an der Heinrichstraße in Frage? In einem Gespräch mit dem Realschulkollegium sagte CDU-Sprecher Andreas Quebbemann, es könne keine Lösung sein, Räume solange zu zählen und Schulen räumlich zu trennen, bis die bestehenden Gebäude irgendwie passen.“

Der Erhalt der Realschule in „ihrer bewährten Form auf jeden Fall“ müsse gesichert werden, so Quebbemann weiter. „Eine Container-Lösng machen wir nicht mit. Dann muss man über bauliche Lösungen nachdenken“, sagte er auf Nachfrage der Redaktion. Zwar wollte er sich zu Spekulationen über alternative Standorte nicht äußern, nur soviel: „Solange die Gebäudefrage für die Realschule nicht gelöst ist, werden wir auch keiner Millioneninvestition, beispielsweise für das VHS-Gebäude in der Gartenstadt , zustimmen“. Quebbemann weiter: „Wir haben gültige Beschlüsse zur Schulstruktur. Da muss man sich nicht unendlich wieder zu Gesprächen zusammensetzen“. Die SPD hatte weitere Gespräche zur Schulstruktur im kleinen Kreis unter den Ratsfraktionen angeregt: „Die endgültige Entscheidung fällt am 11. September“ (dem Datum der Kommunalwahl), ergänzte er..

In der städtischen Immobilie in der Gartenstadt waren bis vor einigen Jahren die höheren Jahrgänge der Hauptschule untergebracht. Zurzeit wird das Gebäude von der Volkshochschule genutzt. Vor zweieinhalb Jahren hatte die HpH Bersenbrück Pläne für ein Heilpädagogisches Familienzentrum auf dem Areal an der Jägerstraße vorgelegt, die im Rat auf großen Beifall stießen. Die Verhandlungen mit Drittmittelgebern um die Realisierung des Projekts dauern allerdings offenbar noch an.

Vertreter des Jamaica Plus-Bündnisses hatten die Realschule zu einem Gespräch mit Schulleitung und Kollegium besucht. In einer Pressemitteilung der CDU heißt es dazu, Realschulleiter Norbert Szczepanek und die Vertreterinnen und Vertreter des Kollegiums, hätten auf die „eindrucksvolle Leistungsbilanz der Realschule in den Bereichen soziale Kompetenzen, Berufsorientierung und in Bezug auf die von den Schülern nach der Klasse 10 erreichten Abschlüsse“ verwiesen. Die Pädagogen hätten zudem deutlich gemacht, „dass gesteckte Unterrichts- und Erziehungsziele nur innerhalb eines Gebäudes professionell erreicht werden“ könnten. Eine Außenstelle gerade für die Klassen 5 und 6 sei keine akzeptable Lösung“,gibt die CDU das Gespräch wieder.

Specht: Vielfältiges und breites Schulangebot

Für die Grünen lobte Annette Specht in diesem Zusammenhang das vielfältige und breite Schulangebot der Stadt Bramsche: „Wir können froh und stolz darauf sein, dass in unserer Stadt Eltern und Schüler eine so große Auswahl an unterschiedlichen Schulformen haben. Das ermöglicht passgenaue Schullaufbahnen für jedes Kind. Und ist gleichzeitig das beste Förderinstrument für gelungene Abschlüsse und einen guten Start ins Leben.“

Höveler: Verwaltung muss Konzept für Realschule vorlegen

Der Vorsitzende des Schulausschusses, Rainer Höveler (CDU), zeigte sich erfreut darüber, dass es für das kommende Schuljahr noch einmal gelungen sei, alle Eingangsklasse von Realschule und IGS an der Malgartener Straße unterzubringen. Höveler forderte gleichzeitig die Verwaltung auf, „endlich das schon mehrfach eingeforderte Konzept für einen zukunftsfesten Standort der Realschule“ vorzulegen. Auch die Bramscher CDU-Vorsitzende Imke Märkl unterstrich, der Erhalt der Realschule sei ein zentrales Anliegen der CDU“.