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Bushaltestelle verlegt Bramscher Verwaltung erprobt Verkehrslösungen an der Breuelstraße

Von Heiner Beinke | 27.09.2011, 16:06 Uhr

Lange Zeit war die Breuelstraße bis hin zur Kreuzung mit der Meyerhofstraße wegen der Baustelle Alloheim verkehrstechnisch problematisch. Nun ist die Seniorenresidenz fertig, aber die Schwierigkeiten für Verkehrsteilnehmer sind noch nicht behoben. Nicht nur, weil sich die nächste Baustelle gleich anschließt.

Denn in unmittelbarer Nachbarschaft an der Kreuzung mit der Meyerhofstraße tut sich etwas beim „Meyerhofeck“. Die Carports dort wurden bereits versetzt, das Pflaster wird schon aufgenommen. Frank und Heike Langner als Bauherren hoffen, noch im Oktober anfangen zu können mit dem Bau eines Hauses mit zehn Wohneinheiten. Die ursprünglichen Pläne seien noch einmal abgewandelt worden, die endgültige Genehmigung stehe noch aus, teilen die Bauherren mit.

Das bedeutet für die Bauzeit sicher weitere Einschränkungen, sodass alle Autofahrer, die nicht direkt Ziele in diesem Bereich ansteuern wollen, nach wie vor gut beraten sind, den Bereich weiträumig zu umfahren. Alternativen können Hemker Straße, Striethmannstraße oder auch die Umgehungsstraße sein.

Viele müssen aber auch zur Breuelstraße. Zum Alloheim, zu den Parkplätzen im Breuel oder zur Meyerhofschule. Und dann sind da noch Busse, Bahnen und Radfahrer. Für das gedeihliche Miteinander sucht die Stadtverwaltung noch Lösungen. „Wir wollen einmal ausprobieren wie sich das entwickelt in einem halben Jahr oder einem Jahr“, sagt Baudirektor Hartmut Greife, „es geht darum, am Ende die beste Lösung zu finden“. Und zwar für mehrere Aufgaben:

Alloheim: Die erste „Versuchsanordnung“ ist noch nicht komplett. Verwirrend finden Autofahrer wie Passanten zum Beispiel die jetzige Pflasterung vor dem Alloheim. Da werden Parkbuchten für Pkw angedeutet, die es so gar nicht geben soll. Und wohl auch nicht geben darf, weil für Fußgänger viel zu wenig Platz ist, geschweige denn für Rollstuhlfahrer, die gerade vor dem Alloheim nun in größerer Zahl zu erwarten sind. „Das gucken wir uns noch mal an“, verspricht Greife. Es steht aber auch noch die Fertigstellung der Tiefgarage einschließlich der Zufahrt aus.

Bushaltestelle: Die alte Bushaltestelle für die Weiterfahrt Richtung Berg ist zwar seniorenfreundlich nah zum Alloheim gelegen, kann dort aber nach Ansicht der Stadtverwaltung nicht bleiben, weil die Gesamtsituation mit der Einfahrt zur Tiefgarage zu unübersichtlich sei. Deshalb soll die Haltestelle in den nächsten Wochen „um die Ecke“ verlegt werden, an die Meyerhofstraße, etwas versetzt gegenüber vom Lebensmittelmarkt. Kritiker befürchten hier erst recht unübersichtliche Situationen, zumal auch der nahe Bahnübergang für Rückstaus bis auf die Breuelstraße sorgen werde. „Das werden wir im Versuch sehen“, sagt Greife.

Zebrastreifen: Drei Fußgängerüberwege gibt es auf der Breuelstraße auf vielleicht 200 Metern: Der erste führt vom Friesenweg weiter vom Berg in die Innenstadt, den zweiten nutzen täglich die Meyerhofschüler, um auf dem kürzesten Weg zum Essen im Alloheim zu kommen. Der Dritte schließlich quert die Breuelstraße an der großen Kreuzung mit der Meyerhofstraße. Er ist wohl am ehesten verzichtbar. Zu prüfen wäre, ob diese Querung der Breuelstraße nicht hinter der Kreuzung auf der Seite des K&K-Marktes sinnvoller wäre. Der Bordstein ist hier schon abgesenkt, ein weiterer Zebrastreifen, der dann auf der Seite der Meyerhofstraße zur Schule führt, ist bereits angelegt. Auch dieses Problem sei „sehr intensiv besprochen“ worden, sagt Greife. Wie die endgültige Lösung aussieht, werde sich zeigen.

Parkplätze: Sie werden immer zu Schulbeginn und zu Schulende knapp. Doch dafür lässt sich nun wirklich keine Vorsorge treffen. Das Problem können am besten die lösen, die es auch verursachen: Wenn Eltern etwas weiter weg parken, etwa auf den neuen Stellplätzen zwischen Meyerhof- und Kuhstraße, oder ihr Kind gleich ganz zu Fuß zur Schule bringen würden, wäre die Situation gleich viel entspannter.