Ein Artikel der Redaktion

Bramsche Nepp mit der Botschaft per SMS

01.07.2009, 22:00 Uhr

Bereits im vergangenen Jahr leimte nachbarschaftspost.com Zigtausende Verbraucher per Bandansage mit der Behauptung, auf der Internetseite Nachbarschaftspost sei eine wichtige Nachricht des Nachbarn abzurufen.

Wer der Aufforderung folgte und seine Daten eingab, bekam kurze Zeit später eine Rechnung, weil er mit der Dateneingabe angeblich ein kostenpflichtiges Abonnement für eine Community (Gemeinschaft) abgeschlossen hätte.

Nach der Devise, was beim Festnetz klappt, muss doch auch beim Mobilfunknetz funktionieren, erhalten nun Handybesitzer per SMS eine Kurznachricht. Diese lautet: Eine überlange SMS könne nicht gesendet werden, daher wird gebeten, den mitgeschickten Code über eine Internetseite zu aktivieren.

Wer auf diese Seite geht, muss sich erst einmal anmelden, um die vermeintliche SMS-Nachricht ansehen zu können.

Doch eine private Nachricht gibt es natürlich nicht. Dafür kommt aber einige Tage später eine Rechnung von FairNet Media Ltd. über 48 Euro (vier Euro Monatsbeitrag, Vertragslaufzeit zwei Jahre) für die Erstellung eines Postfaches und die Nutzung der Dienste von HandyPost.net.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät allen Betroffenen, diese SMS auf dem Handy zu löschen und keinesfalls den Code sowie persönliche Daten auf der Internetseite einzugeben. Sofern dies schon geschehen ist, sollte auf keinen Fall die geforderte Gebühr bezahlt werden. Grundsätzlich empfiehlt die Verbraucherzentrale Nordhorn, sparsam im Umgang mit der Weitergabe von eigenen Daten zu sein. Es gilt: üblicherweise kostenlose Angebote, die eine Adressenangabe erfordern, sollte man meiden. Verbraucherberatung Bramsche, Heinrich-Beerbom-Platz 2, Öffnungszeit: Freitag von 9 bis 12 Uhr.