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Bläserklassen präsentieren sich Bramscher und Osnabrücker Schüler musizieren

Von Matthias Benz | 18.03.2014, 20:04 Uhr

Beim Bläserkonzert in der Realschule zeigten Nachwuchsmusiker aus Bramsche und Osnabrück ihr ganzes Können. Den Anfang machten dabei die Bläserklasse der Realschule und der Thomas-Morus-Schule.

Die Bramscher Fünftklässler begannen unter anderem mit einem Thema aus Wilhelm Tell und bewiesen, was sie im laufenden Schuljahr gelernt haben. Die Altergenossen von der Thomas-Morus-Schule wurden im Anschluss wirkungsvoll von Percussions unterstützt und ließen so den „Hardrock Blues“ und die „Ode an die Freude“ durch das Forum der Realschule hallen. Das Publikum, das zu großen Teilen aus Eltern und Freunden der Protagonisten bestand, sah mit einem großzügigen Applaus auch über ein paar schiefe Töne hinweg, die gerade den Anfängern natürlich auch zustanden.

Peter Stückemann von der Kreismusikschule Osnabrück, der die Bramscher Bläserklassen betreut, füllte an diesem Konzertabend auch die Rolle des Moderators aus. Bei den Proben, so berichtete er, seien er und seine Kollegen häufig dem Vorwurf ausgesetzt, nur Kommandos zu geben und selbst nichts zu tun. „Wir stellen uns dem“, erklärte er, als er zusammen mit dem Bramscher Musiklehrer Alfred Figura, dessen Osnabrücker Kollegen Dirk Kötter sowie Kai Lünnemann (Big Band Thomas-Morus-Schule) selbst zu den Instrumenten griff und mit Songs wie „As Time Goes By“ aus „Casablanca“ oder „Blue Moon“ von Richard Rodgers für kurze Pausenfüller sorgte.

Bei den Bläsern der Jahrgangsstufe 6 wurde dann hörbar, welchen Fortschritt die jungen Musiker in nur einem Jahr machen können. Während die Gastgeber mit dem „Bananenboot-Song“ nach Harry Belafonte oder dem „Farmhouse Rock“ für Begeisterung im Publikum sorgten, setzten die Thomas-Morus-Schüler mit dem „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen oder „Smoke On The Water“ von Deep Purple auch auf Pop-Rock-Songs. Dabei groovten sich beide Bläserklassen schnell ein und wurden von Stück zu Stück besser.

Auch die von Figura geleitete Bläser-AG der Realschule hatte noch ihren Auftritt. „Fast alle Musiker der AG haben vor Jahren in der Bläserklasse angefangen“, erklärte Stückemann. So sei die Kapelle kontinuierlich zu einem sehr stabilen Ensemble geworden. Das bewiesen die Realschüler auch mit einer facettenreichen Darbietung. Ähnlich stark präsentierte sich das Posaunen-Duo der Kreismusikschule, bestehend aus Pauline Wilcken und Rosa Wellmann, die sowohl Jazz wie den „Work Song“ von Nat Adderley als auch das „Sandmännchen-Lied“ beherrschten.

Den Höhepunkt des Konzertes stellte die Big Band der Thomas-Morus-Schule dar, die unter Anleitung von Kai Lünnemann Popsongs neu interpretierte. Lieder wie „Blurred Lines“ von Robin Thicke oder „Skyfall“ von Adele hatten nicht nur hohen Wiedererkennungswert, sondern brachten sogar einige Zuhörer, die keinen Sitzplatz mehr bekommen hatten, in Tanzstimmung. Mit etwas anderen Tönen und auch Gesang sorgte außerdem die schuleigene Rock Band, die sich erst kürzlich aus den Reihen der Big Band herausgebildet hat, für Schwung.

Zum gemeinsamen Bläserkonzert hatten sich die beiden Schulen entschieden, weil sie vergleichbare Musikangebote haben und schon zwei Jahre zuvor gemeinsam aufgetreten waren, erklärte Stückemann. „Wir haben uns sehr gefreut, dass die Thomas-Morus-Schule hier als Gast aufgetreten ist. Jetzt besteht die Hoffnung, dass wir so ein Konzert auch in Osnabrück hinbekommen.“