Ein Artikel der Redaktion

Baier kritisiert Treffen Bramsche: Nach Minister-Gespräch weiter Streit um Stromtrasse

18.09.2016, 17:03 Uhr

Der Bramscher Bürgermeister Heiner Pahlmann war am Freitag in der Landeshauptstadt Hannover und hat sich dort mit Wirtschaftsminister Olaf Lies über den geplanten Bau einer Stromtrasse in unserer Region ausgetauscht. Doch Lies ist dafür gar nicht zuständig, teilt Horst Baier mit, der Samtgemeindebürgermeister von Bersenbrück.

Der Samtgemeindebürgermeister von Bersenbrück, Horst Baier, kommentiert in einer Pressemitteilung Pahlmanns Besuch bei Wirtschaftsminister Lies zum Thema Stromtrassen , zu dem auch die Bürgermeister Ansgar Brockmann (Neuenkirchen-Vörden) Sebastian Hüdepohl (Rieste) und Frank Bittner (Dinklage) mit nach Hannover gereist waren. In der Berichterstattung über das Treffen sei fälschlicherweise die Zuständigkeit für den Netzausbau dem Wirtschaftsministerium zugeordnet worden. Die Zuständigkeit für den Netzausbau liege allerdings bei Umweltminister Stefan Wenzel und die Raumordnung bei Landwirtschaftsminister Christian Meyer, stellt Baier zutreffend fest.

Prüfung aller Trassenvarianten

Auf einer Veranstaltung der Gehrder Bürgerinitiative gegen Stromtrassen haben laut Baier Landtagsabgeordnete aller Parteien zugesagt, sich für eine Prüfung des Trassenverlaufes entlang der Autobahn einzusetzen. Am schnellsten habe die Abgeordnete der Grünen, Filiz Polat aus Bramsche, reagiert, die der Bürgerinitiative mitgeteilt habe, dass Minister Meyer das Amt für regionale Landesentwicklung aufgefordert hat, eine umfassende Prüfung aller relevanter Trassenvarianten durch die Netzbetreiber zu veranlassen.

„Es geht bei der Prüfung des Trassenverlaufes entlang der Autobahn nicht um das Sankt Florians-Prinzip, sondern um Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsgrundlagen für die Bürger. Als Begründung für die Ablehnung der Trasse reicht eine selbst erstellte Berechnung eines Bürgermeisters nicht aus,“ wird Baier in der Mitteilung mit Bezug zu Berechnungen von Ansgar Brockmann. Der Bürgermeister von Neuenkirchen-Vörden wollte herausgefunden haben, dass eine Trassenführung entlang der Autobahn deutlich größere Belastungen mit sich brächte als bei allen anderen Varianten.