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Austausch mit Olaf Lies Stromtrasse: Bramscher Bürgermeister beim Minister

Von Heiner Beinke | 16.09.2016, 20:02 Uhr

Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann ist am Freitag mit Amtskollegen aus der Region nach Hannover gefahren, um sich mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies über den Bau der Stromtrasse auszutauschen. Die Gäste spürten dabei laut Pahlmann viel Verständnis für ihre Position, die Trassen entlang der Autobahn nicht näher zu untersuchen.

Gefahr für wirtschaftliche Entwicklung

Es habe Einvernehmen darüber geherrscht, dass die 380 KV-Höchstspannungsleitung nicht die wirtschaftliche Entwicklung gefährden dürfe, berichtete Pahlmann nach dem Gespräch. Zur Runde gehörten die Amtskollegen Sebastian Hüdepohl (Rieste), Ansgar Brockmann (Neuenkirchen-Vörden) und Frank Bittner (Dinklage) sowie die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Wahlmann.

Die Gäste erklärten laut Pahlmann dem für den Leitungsbau zuständigen Minister, dass die D-Trassen entlang der Autobahn im Vorfeld „aus gutem Grund“ gestrichen worden seien, weil es hier viel zu viele Raumwiderstände gebe. Insbesondere im Bereich des Niedersachsenparkes gefährde eine Stromtrasse die sehr positive Entwicklung des Gewerbegebietes an der Autobahn. „Diese Sichtweise hat der Minister unterstützt“, freute sich Pahlmann.

„Minister hat gut zugehört“

Die Bürgermeister bekräftigten ihren Wunsch nach einem fairen und transparenten Verfahren und erörterten auch die grundsätzlich möglichen Genehmigungsverfahren: Einmal mit einem konkreten Antrag mit dem Umspannwerk im Raum Merzen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz und einmal in einem Raumordnungsverfahren, das ergebnisoffen ist und deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Die Gäste wiesen dabei auf die besondere Rolle des federführenden Amtes für regionale Landentwicklung hin. „Der Minister hat gut zugehört und sich unsere Standpunkte zum Teil zu eigen gemacht“, meinte Pahlmann am Telefon auf der Rückfahrt.

Ein wichtiges Kriterium könnte noch die Flächenverfügbarkeit werden, vermutet Pahlmann. Eine bei dieser Stromtrasse von übergeordneter Bedeutung denkbare Zwangsenteignung hält Pahlmann aufgrund des sicher vorausgehenden Rechtsstreites für unwahrscheinlich: „Das will doch keiner“.

Runder Tisch

Die nächste Sitzung des „Runden Tisches“ zur Stromtrasse findet am 26. September in Bramsche statt. Nach Angaben von Pahlmann ist dann auch ein Vertreter der Bundesnetzagentur dabei.