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Ausschuss benennt Vorstellungen Mehr Nachtbusse von Osnabrück nach Bramsche?

Von Björn Dieckmann | 03.07.2014, 19:15 Uhr

Insbesondere für jüngere Bramscher soll es künftig an den Wochenenden bessere Busverbindungen von und nach Osnabrück geben. Mit dem Antrag der Neuen Mehrheit, entsprechende Planungen aufzunehmen, hat sich am Mittwoch der städtische Jugendausschuss befasst.

Margareta Hartong (CDU) erklärte, „wir würden uns freuen, wenn wir für die jungen Leute etwas tun könnten“. Denn auf diejenigen, die am Wochenende vorwiegend in Osnabrück ausgehen, zielt der Antrag ab. „Mit dem Bus würden wir ein Verkehrsmittel stellen, mit dem die Strecken gefahrlos zu absolvieren sind“, so Hartong weiter.

Es ging in der Sitzung zunächst nur darum, Vorstellungen zu sammeln. So erklärten der Ausschussvorsitzende Markus Wahlers und Bürgermeisterin Liesel Höltermann übereinstimmend, in ein neues Nachtbuskonzept für Bramsche müssten neben der Haltestelle im Zentrum auch die Ortsteile eingebunden werden. Engter sei dabei wichtig als Knotenpunkt für das Kirchspiel, auch Hesepe solle angefahren werden. Anette Specht (Die Grünen) ergänzte, der Vogelbaum käme als Verteiler für den Bramscher Berg und Achmer in Betracht.

Harald Schulte und Josef Brockmeyer, als Mitarbeiter der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) zu Gast, erklärten, es gebe durchaus Bestrebungen seitens der Planos, den Nachtbusverkehr auszubauen. Brockmeyer zeigte sich allerdings skeptisch, „ob Sie nachts wirklich jeden Ortsteil erreichen können. Das wird nicht zuletzt eine Geldfrage.“

„Extrem schwierig“ sei es zudem, so ergänzte Schulte, noch spätere Abfahrtzeiten als nachts um 3 Uhr anbieten zu können, wie sie derzeit der „Nachtschwärmer“-Bus in den Nordkreis vorhält und auch von der Planos vorgesehen ist. Dies scheitere laut Schulte an den vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer. „Wenn die erst am Sonntagmorgen Feierabend machen, fallen sie für den Montagsdienst aus und sind dann kaum noch in die Woche zu integrieren“, meinte der Fachmann in Reaktion auf Anmerkungen von Christian Lübber (SPD) und Jan Beinke (FDP). Beide erklärten, dass Abfahrtzeiten um 3 Uhr von Osnabrück aus nicht dem Ausgehverhalten der jungen Leute entspräche.n Es müsse mindestens noch ein Angebot um 4.30 Uhr geben, wenn nicht sogar noch später. „Sonst hat es wenig Sinn“, meinte Lübbe.

Schulte und Brockmeyer sagten zu, bis zur nächsten Ausschuss-Sitzung im Herbst einen Plan zu skizzieren „und da ein erstes Preisschild dranzuhängen“, wie Schulte formulierte. Man müsse sich aber im Klaren sein, ließ er angesichts der Wünsche der Kommunalpolitiker durchblicken, „dass da schnell eine erkleckliche Summe zusammenkommen kann“.