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Ausflug sorgt für Abwechslung Flüchtlingskinder zu Gast bei Heseper Reitverein

Von Holger Schulze, Holger Schulze | 10.06.2018, 19:10 Uhr

21 Kinder aus der Landesaufnahmebehörde konnten sich am Samstagnachmittag auf den Rücken von Pferden schwingen. Eingeladen hatte der Reit- und Fahrverein Die ganze Aktion fand im Rahmen des Projektes „Freizeit für Flüchtlingskinder“ statt, einer Initiative des Exilvereins, die hauptsächlich von Osnabrücker Studierenden organisiert wird.

Jana Aubke begleitete mit weiteren Mitarbeitenden der Initiative die geflüchteten Kinder. „Die Kinder haben heute super viel Lust und es wollten sehr viel mehr Kinder mit, als wir Plätze zur Verfügung hatten. Die Kinder freuen sich grundsätzlich immer über unsere Aktionen“, berichtete Jana Aubke am Rande des Reitplatzes, während dort die ersten Runden auf den geduldigen Schulpferden geritten wurden.

Alle ein bis zwei Wochen und dann immer samstags bieten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein vielfältiges Beschäftigungsprogramm für die Kinder der LAB an, um ihnen etwas Abwechslung zum Lageralltag zu vermitteln. Neben dem jährlich einmal stattfindenden Besuch beim Heseper Reit- und Fahrverein gibt es Sportaktionen, Museumsbesuche, musikalische Angebote und bunte Nachmittage mit Spielen oder Basteln, zählte Jana Aubke die Aktivitäten bei der Freizeitgestaltung für die Flüchtlingskinder auf. Das Reiterlebnis sei jedoch für die Kinder etwas ganz Besonderes, weil sie sonst keinen Kontakt zu Tieren haben. „Außerdem werden wir vom Reitverein herzlich empfangen und bestens betreut,“ versicherte Jana Aubke mit Dank an die Mitglieder aus dem Reitverein.

Doch auch der Einsatz der Studentinnen und Studenten aus Osnabrück ist aller Ehren wert. Um die Flüchtlingskinder bei 31 Grad in der prallen Sonne beim Reiten zu unterstützen und in den Pausen zwischen den Reitrunden oder einer Kutschfahrt für Unterhaltung zu sorgen, braucht es schon jede Menge Motivation. Diese erhalten Jana Aubke und ihre Teamkollegen von den Flüchtlingskindern selbst. „Man freut sich, wenn man den Kindern, die nicht die schönsten Lebensbedingungen hatten, einen schönen Nachmittag bereiten kann. Auch sind wir selbst untereinander ein gutes Team und lernen so nette Leute kennen“, begründete Jana Aubke für sich ihre Mitarbeit bei Freizeit für Flüchtlingskinder und dürfte damit wohl für alle Ehrenamtlichen bei diesem Projekt gesprochen haben. Und wer die Freude, das Lachen und die Augen der Kinder beim Umgang mit den Pferden beobachten konnte, der sah, wie viel vielleicht Heilendes durch solche Initiativen entstehen kann.