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Auftakt zur Sommerkultur Kaiserbeats zum Kaiserwetter in Bramsche

Von Sascha Knapek | 04.07.2014, 15:04 Uhr

So kann es im diesjährigen Sommerkulturprogramm gerne weitergehen. Beim Auftaktkonzert auf dem Bramscher Kirchplatz stimmte am Donnerstagabend nicht nur das sommerliche Wetter – auch der mitreißende Retro-Rock’n’Roll der Osnabrücker Kaiserbeats konnte sich mehr als sehen lassen.

„Was kann uns Besseres passieren?“, fragte Jan Rathjen mit einem Lächeln im Gesicht. Zusammen mit Brian McSheffrey stand er vor dem Eröffnungskonzert auf der Kirchplatz-Bühne und begrüßte das Publikum. „Es ist Kaiserwetter und wir haben die Kaiserbeats bestellt“, schmunzelte Rathjen. Die beiden Organisatoren blickten dabei auf einen sehr gut gefüllten Kirchplatz und das Motto für das Sommerkulturprogramm hatten sie am Ende auch noch parat: „Bis die Tage“, sagten sie, denn man werde sich hier in den kommenden Wochen ja hoffentlich noch öfter sehen.

Kurz darauf wirbelten dann die Kaiserbeats über die Bühne. Und das nahmen Rolf Langkamp (Schlagzeug), Martin Golldack (Gitarre, Gesang), Andreas Bach (Gitarre, Gesang) und der Bramscher André Welzel (Bass, Gesang) nicht selten wörtlich. Trotz schwarzem Anzug, Krawatte und hoher Betriebstemperatur erkundeten die vier Retro-Rocker jeden Winkel der Bühne und sorgten somit dafür, dass der sprichwörtliche Funke schnell auf das Kirchplatz-Publikum übersprang. Kaum war der erste Song vorbei, schon herrschte auf der Tanzfläche zumindest ein bisschen Betrieb.

Aber nicht nur optisch, sondern auch musikalisch huldigten die Kaiserbeats dem Rock’n’Roll der 50er und 60er-Jahre. Ob Eddie Cochran („C‘mon Everybody”), Chan Romero („Hippy Hippy Shake”), Little Richard („Good Golly Miss Molly”) oder Elvis Presley („All Shook Up“) – die vier Musiker bewiesen bei ihrer Songauswahl ein geschmackssicheres Händchen. Dass die zahllosen Hits auch beim Publikum sofort einschlugen, lag dann vor allem an der stilechten Interpretation des Quartetts. Nie weichgespült, sondern mit viel rockigem Nachdruck hauchten die vier jungen Männer den zeitlosen Stücken jede Menge Energie und Leben ein.

Welche legendäre Combo es den Osnabrückern aber am meisten angetan hat, wurde natürlich allein schon durch den Namen, das Auftreten der Retro-Rocker und nicht zuletzt André Welzels „Paul-McCartney-Gedächtnis-Bass“ deutlich. Die Beatles starteten im Hamburger Kaiserkeller durch und gerade an die frühe Phase der vier Pilzköpfe aus Liverpool erinnerten sich die Kaiserbeats im Verlauf ihres Kirchplatz-Auftritts gerne. Stücke wie „I Saw Her Standing There“ oder „Thank You Girl“ standen neben Klassikern wie „Love Me Do“ oder „A Hard Day’s Night“. Dass die Kaiserbeats dabei die dreckige Seite des Rock’n’Roll nicht aus den Augen verloren, gehörte zu den absoluten Pluspunkten dieses mitreißenden Sommerkultur-Auftakts.