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Auf „Schloga“ folgt Sarah Connor Bramscher Bühnenbauer im Festival-Dauereinsatz

Von Björn Dieckmann | 12.08.2016, 09:02 Uhr

Letzte Woche Schlossgarten Open Air in Osnabrück, diese Woche Sarah Connor, nächste Woche „Pur“ – Bühnenbauer und Anlagentechniker Hartmut Welzel hat reichlich zu tun – und das auch über die Open-Air-Saison hinaus, wie der Chef der Welzel Anlagen GmbH aus Lappenstuhl im Interview berichtet.

 Herr Welzel, das Schlossgarten Open Air 2016 ist Geschichte. Haben Sie sich schon erholt von Auf- und Abbau der Bühne?

Ja, klar doch. Es waren natürlich intensive Tage, weil wir nicht nur die Bühne, sondern auch die gesamte technische Infrastruktur geliefert haben. Aber wir waren mit 20 Mitarbeitern im Einsatz , dann ist das ja zu leisten. Und auf die faule Haut können und wollen wir uns sowieso nicht legen – dafür ist viel zu viel zu tun.

 Was steht denn für die Welzel Anlagen GmbH als Nächstes auf dem Programm?

Jetzt am Wochenende steht unsere große Bühne in Salzkotten, dort tritt Sarah Connor auf. Am kommenden Wochenende haben wir dann das „Stars for Free“ von Antenne Niedersachsen in Hannover mit Felix Jaehn, Nena, Milow und vielen anderen. Zeitgleich „Pur“ in Nordhorn.

 Was war denn in dieser Open-Air-Saison für Sie persönlich ein Highlight?

Das Melt- und das Splash-Festival würde ich da nennen, beide auf der Halbinsel Ferropolis bei Gräfenheinichen. Beim Splash waren wir mit unser neu konzipierten Bühne, das Melt haben wir mit unserer ebenfalls neuen mobilen Überdachung, dem Paragu mit integrierter Bühne, ausgestattet.

 In diesem Jahr hat es bei einigen Festivals heftige Unwetter gegeben, Rock am Ring beispielsweise oder das Hurricane in Scheeßel . Inwiefern sind Sie als Bühnenbauer von solchen Wetterextremen betroffen?

Unwetter ist unser Geschäft, würde ich fast sagen. Natürlich müssen wir uns darauf einstellen, dass die Wetterlagen extremer werden. Auch die Veranstalter fragen vermehrt nach, wie unser Equipment für Sturm, Gewitter oder Starkregen geeignet ist. Unsere neue Bühne beispielsweise ist jetzt ohne Windstärken-Begrenzung nutzbar. Ich behaupte mal, diese Bühne ist bei einem Unwetter der sicherste Ort auf dem gesamten Festival-Gelände. Und auch das Paragu hat keine Windstärken-Begrenzung. Wir arbeiten also fortwährend daran, unsere Ausrüstung anzupassen.

 Die Open-Air-Saison dürfte jetzt wohl bald enden, oder?

Open Air geht es noch bis Ende September, spätestens Mitte Oktober. Danach geht es dann aber wieder in die Hallen. Da sind wir gerade noch in einigen Gesprächen. Und parallel sind wir ja auch noch in Messebau und Messetechnik tätig. Also, Saison ist bei uns immer. Und anders geht es ja auch gar nicht. Wir haben schließlich Angestellte, die von ihrer Arbeit leben. Die könnten wir ja nicht bezahlen, wenn wir ein halbes Jahr nichts machen.

 Sie sind – über das Schlossgarten Open Air hinaus – auch bei kleineren Events in der Region immer wieder aktiv: In den vergangenen Jahren beim Summerfield-Festival in Lappenstuhl zum Beispiel, jetzt haben Sie auch die neue Bühne für die Bramscher Sommerkultur gebaut. Sind das für Sie nicht mittlerweile eher „Peanuts“?

Wir nehmen jedes Projekt ernst. Und in unserer Heimat, hier in der Region präsent zu sein, das ist uns sehr wichtig und das machen wir sehr gerne. Dass wir jetzt die Bühne für das Sommerkulturprogramm neu gebaut haben, rundet es auch irgendwie ab, was wir von der kleinsten bis zur größten Bühne in jüngerer Vergangenheit alles weiter entwickelt haben. Und die Sommerkultur ist übrigens so ziemlich die einzige Musikveranstaltung, zu der ich auch mal privat und ganz entspannt hingehe.