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Andere Flächen geeigneter? Keine Begeisterung für Baugebiet im Ortsrat Hesepe

Von Heiner Beinke | 18.02.2015, 11:23 Uhr

Der Plan, das Baugebiet Stapelberger Weg vorrangig zu erschließen, hat im Ortsrat Hesepe keine besondere Begeisterung ausgelöst. Andere Flächen, die auch im Raumordnungsprogramm für Wohnbebauung in Hesepe vorgesehen sein, wären wesentlich sinnvoller für den Ortsteil, fand Ortsbürgermeister Horst Sievert.

Zudem hegte Horst Sievert Zweifel, ob die Planungen so schnell vorangetrieben werden können, wie sich das CDU und Grüne vorgestellt haben . Die hatten im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt eine größere Summe für die Erschließung des Gebietes vorgeschlagen. Ob der Vorschlag nach dem Aus für die Neue Mehrheit im Stadtrat so durchkommt, muss sich nun noch zeigen. Sievert glaubt allerdings ohnehin, dass die schwierige Planung einen größeren Fortschritt in diesem Jahr unmöglich machen werde, Unter anderem gebe es „bezüglich Schallschutz noch erhebliche Probleme“, meinte der Ortsbürgermeister. Aufgekommen war das Thema in der Bürgerfragestunde, in der Anwohner des Stapelberger Weges ihre Sorge wegen der möglicherweise steigenden Verkehrsbelastung auf ihrer Straße machten. Harald Wegener (SPD) empfahl ihnen, ihre Sorgen jetzt schriftlich zu formulieren und bei der Verwaltung abzugeben, damit diese Bedenken gleich bei den Planungen aufgenommen werden könnten.

Wegerandstreifen

Auch die Heseper wollen von dem neuen Wegerandstreifenprojekt profitieren , das in Ueffeln und Balkum starten soll . Horst Sievert stellte den Antrag, Hesepe für das Jahr 2017 in das Programm aufzunehmen, mit dem Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur an Wegeseitenrändern im Besitz der Stadt vorgenommen werden sollen. Der Ortsrat folgte ihm einstimmig bei einer Enthaltung von Dieter Kruckmann (Grüne).

Alfhausener Straße

Zu einer unendlichen Geschichte droht das Thema Tempo 30 an der Alfhausener Straße zu werden. Einstimmig hatte der Ortsrat in einer der letzten Sitzungen die Verwaltung aufgefordert zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen der Antrag von Dieter Kruckmann für eine solche Zone umgesetzt werden könnte. Zur Sitzung am Montag erhielten die Heseper lediglich die knappe Auskunft, dass die Aufbringung von Markierungen für die Anwohner kostenfrei sei. Bei weitergehenden Baumaßnahmen entstünden den Anliegern allerdings Kosten. Mit dieser Auskunft sei man in der Sache nicht weiter, meinten die Ortsratsmitglieder. Es fehle eine klare Entscheidungsgrundlage, bemängelte Horst Sievert.

Zuschuss

Einstimmig beschloss der Ortsrat, dem Trompetercorps Hesepe einen Zuschuss von 1000 Euro für die Anschaffung von wetterfesten Jacken zu gewähren. Damit soll die mit den Auftritten verbundene Werbung für Hesepe gewürdigt werden.