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Analyse der Wasserqualität Achmer Grundschüler untersuchen den Bühner Bach

Von Rolf Hammerschmidt, Rolf Hammerschmidt | 24.10.2016, 09:04 Uhr

Als „Wasserdetektive“ waren die Kinder der dritten Klassen der Bühner-Bach-Schule Achmer unterwegs. Im Rahmen eines Projektes untersuchten sie die Wasserqualität des Baches, der ihrer Schule den Namen gegeben hat.

 Schon im Mai war vereinbart worden, noch eine zweite Jahresanalyse am Bühner Bach vorzunehmen. Die beiden Klassen der dritten Jahrgangsstufe der Achmer Grundschule waren eingeteilt, ihrem Bühner Bach erneut einige, vielleicht inzwischen veränderte Daten zur Gewässerlebewelt und -qualität zu entlocken. Erwartungsvoll trafen die Gruppen mit reichlich Utensilien am Betätigungsfeld „Rampe an der Bachbrücke der K 165“ an. Vor Ort reichte das aufkommende Tageslicht bei Schmuddelwetter gegen 8 Uhr gerade aus, um die Mitbringsel wie Kescher, Pinsel, Sieb und Wasserschale sowie Becherlupen, Bestimmungstafeln und Erfassungsblätter für die eingeteilten Protokollführer richtig zuzuordnen.

Mit den Gewässerwarten Rolf Overbeck und Uwe Wageringe von der Niedersächsisch-Westfälischen Anglergemeinschaft (NWA) war das Unterstützungsteam wieder komplett. Die Wassertemperaturen um die acht Grad Celsius sorgten bei der Untersuchung des Bachs dafür, dass immer wieder eine Hand zum Aufwärmen in der Hosentasche blieb. Als dann erst mal die auf dem Wasser treibenden Blätter beiseite geschoben worden waren, wurden die jungen Forscher auch fündig. Viele Bachflohkrebse hatten es an dem Tag vorgezogen, den Schutz der Steine zu nutzen, doch bei deren Anheben füllten sich dann auch die Kescher.

Umfangreiche Analysen

Eine der Oktoberaufgaben bestand darin, den Artenspiegel nach dem Ende der Reproduktionszeit der Natur festzustellen und mit den Frühjahrsdaten der Vorjahre zu vergleichen. So konnten z.B. am 24. Mai insgesamt 19 Arten erkannt werden , jetzt dagegen nur neun. Das Gefälle bezogen auf die Individuenanzahl war mit den Werten 1013 gegenüber 309 noch deutlicher.

„Aber was wird uns die Wasserqualität sagen“ stand als Frage im Raum. Der späte Termin war bewusst gewählt, um zu erfahren, wie hoch die belastende Ausschwemmung aus den angrenzenden Kulturflächen sein wird. Bei der Klärung dieser Frage wollten dann alle Grundschüler mit dabei sein und drängten sich um Rolf Overbeck, der sein Tischlabor mitgebracht hatte. Bei der Beurteilung der Wasserqualität gewannen die Forscher einige bedenkliche Erkenntnisse. So erreichte der Sauerstoffgehalt nur den Wert von 4,5. „Forellen kommen zum Beispiel bei weniger als sechs nicht mehr zurecht“, gibt Overbeck zu bedenken.

Eine Geruchsbelastung wurde nicht bemerkt, aber beim Nitratwert ergab sich ebenfalls eine Tücke. Dieser war in der zweiten Oktoberhälfte auf 60 mg/l hochgeschnellt. Das sei immer noch eine „satte Brühe“, auch wenn die Anfangsdaten der dem Bach zulaufenden Gräben aus den Wirtschaftsflächen vom Achmer Knapp nicht mehr erreicht wurden. Die lagen schon einmal monatelang um 100 mg/l .

Nichtsdestotrotz war der Objekttag wieder ein voller Erfolg und eine lobenswerte Aufgabe für die Umweltbildung der Schülerinnen und Schüler der Bühner-Bach-Schule. Die Aktivitäten in den kommenden Jahren werden die Mittelwerte zu Artenspiegel und Individuenzahl noch aussagefähiger machen!