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Alacoustic im Bramscher Hasebad Alte Hits in neuem Gewand

Von Holger Schulze | 19.07.2015, 18:00 Uhr

Der Saunagarten des Hasebades präsentierte sich am Samstagabend als ausgesprochen gefälliges Ambiente für die Fortsetzung des Sommerkulturprogramms . Diesmal stand ein Konzert der Band Alacoustic in der Aquarena auf dem Programm.

Die Band kleckerte nicht, sie klotzte gleich beim Intro. „Is this the real life, is this just fantasy“, mehrstimmig und a capella vorgetragen zeigte sich mit dem Queen-Klassiker gleich zum Auftakt das musikalische Potenzial des Quintetts.

Über 30 Jahre Bühnenerfahrung in verschiedenen Bands brachten die fünf Musiker aus Warendorf und Osnabrück mit.

Marie Meibeck, Gesang, Querflöte und Percussion, Stefan Birkemeyer, Sänger und Gitarrist, Manfred Meibeck mit Stimme und Cajon aktiv, Wilfried Kruse, Gesang, Gitarre und Harp sowie Bassist Uwe Müller produzierte fortwährenden akustischen Genuss mit hohem Unterhaltswert. Viel von dem, was sich in den 1970er, 80er und 90er ganz oben in den Hitlisten platzierte und die Füße der damaligen Jugend in Bewegung hielt bekam das Publikum zu hören. Und dabei wurde ausdrücklich nicht lediglich am Original entlang gecovert.

Dementsprechend konzentrierte sich auch das Publikum nicht so sehr auf nachbarschaftliche Gespräche, stattdessen stand das Geschehen auf der Bühne im Vordergrund. Dies mag als objektiver Hinweis für die Anerkennung der Zuhörergelten, die der Band bei ihrem Auftritt am Samstagabend zuteilwurde.

Bei Alacoustic wurde zugehört, der Takt mit den Füßen unter den Tischen mitgewippt, gerne auf Zuruf mitgeklatscht und so manche Zuhörerlippe mal mit und mal ohne Ton synchron zum jeweiligen Songtext bewegt.

Der Auftritt von Alacoustic lebte einerseits von der kreativen Art und Weise, mit der die fünf Musiker den seit Jahrzehnten bekannten Titeln neues und individuelles Leben einhauchte. Da kamen die Hits von gestern in einer frisch arrangierten Präsentationsform daher, die den Oldiecharakter der gespielten Stücke komplett in den Hintergrund rücken ließ.

Andererseits breitete Alacoustic den Fächer der Vierstimmigkeit ebenso souverän und aufeinander abgestimmt aus, wie dieser dann auch wieder zurückgenommen wurde, um an den passenden Stellen einer der drei Männerstimmen einen Solopart zu überlassen.

Insgesamt sorgte die Performance und die Professionalität der Musiker vor der großartigen Kulisse des Saunagartens für einen rundum gelungenen Sommerabend, der auch das Publikum restlos begeisterte.