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Abschlussklasse verabschiedet Ende einer Ära an der Bramscher Wilhelm-Busch-Schule

Von Holger Schulze, Holger Schulze | 15.06.2018, 21:03 Uhr

Die Wilhelm-Busch-Schule Bramsche hat ihren Abschlussjahrgang feierlich verabschiedet. Zum letzten Mal absolvierten Neunt- und Zehnklässler des auslaufenden Förderschulbereichs Lernen hier die Prüfungen.

Klavier- und Gitarrenmusik eröffnete die diesjährige Schulabschlussfeier und leitete zu der Rede von Vera Wennemann über. „Wir verabschieden uns ein letztes Mal von Schülerinnen und Schülern der Förderschule Lernen“, kündigte die Schulleiterin gleich zu Beginn ihrer Ausführungen auch eine anstehende Veränderung bei der Schule an. 

„Für Euch ist heute ein sehr spannender Tag, er ist wie das Finale bei der gestern begonnenen Fußballweltmeisterschaft. Doch ihr habt bereits gewonnen und werdet sicher im Moment nur erleichtert und glücklich sein, dass Ihr diese Hürde genommen habt“, setzte Vera Wennemann ihre Ansprache fort. Auch im Folgenden zog sie etliche Analogien zwischen der Schule und dem Fußballspiel.

Die WBS sei ein Trainingslager gewesen, in dem für den erfolgreichen Schulabschluss intensiv und mit viel Unterstützung fit gemacht worden sei. „Jeder von Euch brauchte die Bereitschaft, das Beste zu geben. Das Können, um Erfolge zu erzielen. Das Aushalten von Frust, Fairness im Umgang mit Schülern und Lehrern, Respekt sowie Teamgeist. Ihr habt Leistungen gezeigt. Bei manchen von euch war der Wille hart zu arbeiten vorhanden und aus Einzelspielern musste eine Mannschaft geformt werden“,so Wennemann weiter.

Die Schiedsrichter waren bei diesem Jahrgang jedoch kaum gefordert, stellte die Schulleiterin fest. „Ihr ward Schülerinnen und Schüler, die freundlich, höflich und respektvoll miteinander und mit den Lehrern umgegangen sind“. 

Auch habe die anfeuernde Begeisterung von den Familien und Freunden nicht gefehlt, die mitgefiebert haben. „Das höchste Ziel, so gut zu sein, dass man das Finale gewinnt, erfordert den Glauben an sich selbst und Spaß an der Sache. Ihr habt daran geglaubt, dass Ihr die Schule erfolgreich abschließen könnt. Ihr habt es geschafft und das erste große Turnier erfolgreich gemeistert“, gratulierte Vera Wennemann den Entlassschülern.

„Raus aus dem Schatten rein ins Licht, sich ein bisschen feiern schadet nicht. Sing doch mal gelegentlich eine Hymne auf dich“, dieses Zitat der Sportfreunde Stiller gab Vera Wennemann den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg. Und schloss mit der Anmerkung: „Jeder von uns kann im Licht stehen und eine Stütze für andere werden. Wenn wir die Verantwortung für unser Tun übernehmen, kann man einen der vorderen Siegerplätze einnehmen. Ich wünsche Euch, dass Ihr Eure Ziele mutig angeht und Euch nicht durch Misserfolge aus der Bahn werfen lasst. Dass Ihr im Umgang mit Menschen, denen ihr begegnet, Respekt zeigt und von diesen auch respektvoll behandelt werdet“.

Die Schülerrede von Kai Fratzke beinhaltete einige Rückblicke auf die verschiedenen Praktika und die Klassenfahrten mit den Vertrauensübungen, Paddeln auf der Wümme sowie auf die Fahrt nach Berlin. Auch dankte er dem Kollegium „für den vollen Einsatz bei den Vorbereitungen auf die Abschlussarbeiten“ und hielt fest: „Wir verlassen die Schule mit einem lachenden und einem weinenden Auge.