Amal sucht weitere Förderer Arche Alfsee spendet Bus für Bramscher Flüchtlingshelfer

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Der Bulli gehört jetzt den Flüchtlingshelfern von Amal e.V.. Darüber freuen sich die Amal-Mitarbeiter mit Heike Harms an der Spitze (6. von links) ebenso wie Siegbert Ehmann-Wulf (5. von links) und Beate Wulf (7. von links)   Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeDer Bulli gehört jetzt den Flüchtlingshelfern von Amal e.V.. Darüber freuen sich die Amal-Mitarbeiter mit Heike Harms an der Spitze (6. von links) ebenso wie Siegbert Ehmann-Wulf (5. von links) und Beate Wulf (7. von links) Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Die Arche Alfsee schenkt den Flüchtlingshelfern von Amal e. V. ihren 7-Sitzer-Bus. Am Donnerstag, 28. Dezember 2017 wurde das Fahrzeug offiziell übergeben. Die Amal-Mitarbeiter bedankten sich mit einer kreativen Aufmerksamkeit.

Die Arbeit der Helfer von Amal hat in den vergangenen Monaten eher zugenommen, die Spenden allerdings nicht. Die Anschaffung eines eigenen Autos für die zahlreichen Aktionen und Hilfsangebote blieb deshalb illusorisch, berichtete Amal-Vorsitzende Heike Harms bei der Übergabe des Autoschlüssels. Amal arbeitet seit geraumer Zeit mit der therapeutischen Einrichtung Arche Alfsee zusammen. Man organisiert Ausstellungen, die Amal-Band spielt bei Veranstaltungen auf dem Hof, der sich zudem der Erhaltung seltener Haustierrassen verschrieben hat, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Mitarbeiter von Amal veranstalten unter anderem für die von ihnen betreuten Menschen Ausflüge, sie holen sie zum gemeinsamen Kochen ab oder unterstützen Geflüchtete bei Behördengängen. „Da ist auch schon mal eine Großfamilie dabei. Dann ist das Auto voll“, erzählt Harms. Außerdem brauchen die Helfer ein Fahrzeug, um eigene Ausstattung zu transportieren. „Das läuft alles gut, aber mit einem Auto demnächst noch viel besser“, freut sich die Vereinsvorsitzende.

Dass der wachsende Verein, der bereits über 40 Mitarbeiter, darunter etliche Menschen mit Migrationshintergrund verfügt, verlässlich mobil sein muss, war bald klar. Harms dazu: „Die Arbeit von Amal basiert auf einer „Geh-Struktur“, das heißt, wir gehen dahin, wo die Menschen sind, zum Beispiel in der LAB. Für die Wege zwischen unserem Treff am Struwen Eck und dem Aufenthaltsort der Menschen ist der Bus sehr nützlich.“

Ehmann-Wulff: Solidarisch zeigen

Auf dem Bramscher Stadtfest im Mai 2017 machten die Helfer darauf aufmerksam, wie nötig ein Auto wäre, und baten um Unterstützung. Bei Siegbert Ehmann-Wulf und Beate Wulf von der Arche Alfsee stieß dieser Hilferuf auf offene Ohren. „Gerade in einer Zeit, wo die Spenden für die Flüchtlingsarbeit rückläufig sind, ist es wichtig, sich mit den engagierten Helfern solidarisch zu zeigen“, sagte Ehmann-Wulff bei der Übergabe. Einen besonderen Schub habe die Zusammenarbeit mit Amal durch das große Begegnungsfest am 1. Mai 2016 bekommen, in der Folgezeit habe es zahlreiche Begegnungen gegeben.„Bei uns auf dem Hof ist das ja gut möglich“.

Bei aller Freude über die großzügige Gabe bleibt die Amal e.V. -Christliche Flüchtlingshilfe dennoch auf weitere Unterstützung angewiesen. „Wir suchen noch Fördermitglieder“, sagt Harms. Und ganz wichtig wäre jemand, der dafür sorgt, dass Amal-Logo und Schriftzug <auf dem Arche-Bus angebracht werden. Bei Ehmann-Wulf und Wulf bedankte sich Amal mit einem von Mitarbeitern und Geflüchteten gestalteten Bild, das Autos jeder Art zeigt und das unter Anleitung von Rolf Blümke von Amal entstand.


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