Höhepunkt zum Jahreabschluss Schulfest der Bramscher IGS legt Fokus auf Europa

Von Holger Schulze

Mehlstaubexplosion: Im Chemieraum der IGS durfte gezündelt werden. Foto: Holger SchulzeMehlstaubexplosion: Im Chemieraum der IGS durfte gezündelt werden. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Die Liste der Angebote beim Schulfest der Integrierten Gesamtschule (IGS) ließ keine Wünsche offen: Insgesamt acht Mitmachaktionen, Keksebacken, Schminken, Tanzen, Weihnachten in Schweden, etliche Vorleserunden verschiedener Geschichten, „Weihnachten explosiv“ oder die Zuckerwattenproduktion.

Dazu kam eine Vorführung der Theater AG, ein kleiner Weihnachtsmarkt mit allerlei Leckereien im Forum des Schulgebäudes, Fotoshooting oder die Ausstellung „Weihnachten in Europa“.

Schulfest in der Adventszeit, das legt die Frage nach dem Warum nahe, da ja gewöhnlich gerne der Sommer für solche Veranstaltungen genutzt wird. Die Antwort von Karin große Holthaus, der Didaktischen Leiterin der Schule, lautete schlicht „der Sommer war in diesem Jahr schon voll“. Der Tag der offenen Tür, Projekte und etliche Thementage hatten zu der aktuellen Terminwahl geführt.

Doch von Ermüdungserscheinung gegen Ende eines prall mit Aktionen gefüllten Kalenderjahres war in der IGS an diesem Tag wahrlich nichts zu spüren.

Wo immer der Blick hinwanderte, wuselten eifrig beschäftigte Schüler durch die Gänge, standen engagierte Eltern hinter den verschiedenen Ständen, zeigte sich das Kollegium ebenso eingebunden und wer in der vom Förderverein betriebenen Cafeteria ein Stück Kuchen ergattern wollte, konnte das Schlangestehen schon mal gleich für das eine oder andere Gespräch nutzen.

„Vielfalt verbindet - gemeinsam erfolgreich!“, dieses Motto der Schule war ebenso erlebbar wie der Fokus des Schulfestes auf den europäischen Gedanken.

Für diese Vielfalt standen nicht nur der Mandelringkuchen aus Norwegen, ein Hauptstadtratespiel oder der ungarische Salonzucker.

Dass es in einer Schule kontrolliert explosiv zugeht, sieht man ebenfalls nicht alle Tage. Beim Schulfest der IGS jedoch durfte gezündelt werden. Mittels Trichter, Schlauch, Bunsenbrenner und Mehl erzeugten Schüler im Chemieraum mehrmals eine hochlodernde Mehlstaubexplosion, dass es eine wahre Pracht war anzuschauen, wie schön „Weihnachten explosiv“ aussehen kann, wenn es nicht im heimischen Wohnzimmer geschieht.

Diese Vielfalt wusste auch Rena Göllinghorst zu schätzen. Sie war zum Schulfest unter anderem deshalb gekommen, weil sie neugierig darauf war, wie es jetzt im Gebäude ihrer ehemaligen Schule aussieht. Vor allem aber sah sie, „dass die Kinder hier ganz viel gemacht haben. Es ist toll, wie sie sich in das Fest einbringen“.