Futter statt Böller Bramscherin sammelt Futterspenden für Hundeschutzhof

Von Heiner Beinke

Ein Herz für Podencos hat Claudia Strehlow. Sie startet in Bramsche die Aktion Futter statt Böller. Foto: StrehlowEin Herz für Podencos hat Claudia Strehlow. Sie startet in Bramsche die Aktion Futter statt Böller. Foto: Strehlow

Bramsche. Die Bramscherin Claudia Strehlow startet in der Vorweihnachtszeit eine private Aktion „Futter statt Böller“. Dabei steckt sie sich ehrgeizige Ziele: In ihrer Praxis für Fußpflege möchte sie bis Jahresende 2500 Kilo Trocken- und Nassfutter sammeln und an den Verein „Podencorosa“ spenden.

Sie selbst will dazu im Dezember von jeder Fußpflegebehandlung ein bis zwei Euro spenden und Futter davon kaufen. Darüber hinaus hofft die engagierte Hundefreundin, dass möglichst viele Bramscher Futterspenden in ihrer Praxis an der Smetanastraße 1 spenden. Schon im letzten Jahr hat sie diese private Aktion gestartet und auf Anhieb 1800 Kilogramm Futter zusammen bekommen. Das Ergebnis möchte sie noch einmal deutlich steigern, „damit die Hunde gut durch den Winter kommen“. Dafür hofft sie, dass möglichst viele auf den Kauf von Silvester-Böllern verzichten und für das Geld Hundefutter kaufen und spenden.

Seit 2013 engagiert sich die Fachfußpflegerin ehrenamtlich bei „Podencorosa e.V.“, einem 2008 gegründeten Verein mit Sitz in Tecklenburg. Zunächst half sie als Gassigängerin, dann kümmerte sie sich um Spendenprojekte. Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit steht der Hundeschutzhof, auf dem nach Strehlows Angaben täglich 35 Hunde versorgt werden. Alle hier anfallenden Kosten müsse der Verein tragen, der sich ausschließlich über Spenden finanziere.

Hartes Schicksal für Jagdhunde

Das Schicksal der spanischen Jagdhunde, der Podencos und Galgos, hat es Claudia Strehlow angetan. „Diese äußerst sensiblen Hunde erfahren keine menschliche Zuwendung, fristen ihr Dasein oftmals angekettet, sind meist unterernährt und werden auf Geschwindigkeit

trainiert,“ schreibt sie. „Sind die Hunde nicht schnell genug oder bei der Jagd nicht erfolgreich werden sie ausgesetzt, in Tötungsstationen abgegeben oder am nächsten Baum aufgeknüpft“. Jahr für Jahr würden bis zu 700000 „unbrauchbare Hunde“ entsorgt.

Verein hilft

Der Verein „Podencorosa“ habe bis heute über 2000 Hunde aus Deutschland, Spanien und südosteuropäischen Ländern „aufgepäppelt, medizinisch betreut und anschließend erfolgreich in ein neues, glückliches Hundeleben gebracht.

Mit ihrer Futterspende will das Ehrenmitglied des Vereins für einen entspannten Winter auf dem Schutzhof sorgen. Jede Futterspende ist willkommen. Wer wissen will, was besonders begehrt ist, kann sich an Claudia Strehlow, Telefon 05461/9589389, Email strehlow.claudia@web.de wenden.