Erweiterung zur Voßstraße hin Kita Ueffeln soll Anbau für Krippe erhalten

Das bestehende Kita-Gebäude in Ueffeln soll um einen Anbau mit Flachdach erweitert werden, um dort eine Krippengruppe unterbringen zu können. Foto: Christian Müller/Grafik: Architekturbüro Bocklage und BuddelmeyerDas bestehende Kita-Gebäude in Ueffeln soll um einen Anbau mit Flachdach erweitert werden, um dort eine Krippengruppe unterbringen zu können. Foto: Christian Müller/Grafik: Architekturbüro Bocklage und Buddelmeyer

Ueffeln. Die Kindertagesstätte in Ueffeln soll zur Einrichtung einer Krippengruppe um einen Anbau in Richtung Voßstraße erweitert werden. Für diese Lösung stimmte der Ortsrat in seiner Sitzung am Montagabend.

Die baulichen Möglichkeiten auf dem Grundstück zwischen Dorfstraße und Voßstraße erläuterte den Kommunalpolitikern zunächst der städtische Gebäudemanager Christian Müller. Er führte aus, es seien durch das Architekturbüro Bocklage und Buddelmeyer (Vechta) vier verschiedene Varianten geprüft worden. Realisierbar seien aber letztlich nur zwei: Entweder ein Solitärgebäude, also ein Haus ohne unmittelbare Anbindung an das bereits bestehende Kita-Gebäude, oder aber ein Anbau in Richtung Voßstraße hin. Bei beiden Varianten seien laut Müller sowohl ein Gruppenraum zur Betreuung der Kleinstkinder als auch eine Küche und ein Mitarbeiterraum vorgesehen. Ein Anbau an der anderen Gebäudeseite, im Bereich des Haupteingangs zur Kita, sei hingegen nicht möglich, da dann zwei Funktionsräume im bestehenden Gebäude nicht mehr in der jetzigen Form genutzt werden könnten.

Der städtische Gebäudemanager erklärte, von Seiten der Stadtverwaltung werde der Anbau zur Voßstraße hin favorisiert, weil sich zum einen eine bessere Aufteilung des Außengeländes ergebe und zum anderen der Baumbestand nicht weichen müsse, der den Kindern und Mitarbeiterinnen in den Sommermonaten Schatten spende.

CDU nennt Bedenken

In der anschließenden Diskussion des Ortsrats lobte zunächst Laurentius Stuckenberg (CDU), es seien „zwei sehr gute Vorschläge“ erarbeitet worden. Vor einem Anbau zur Voßstraße hin wolle seine Fraktion allerdings dennoch warnen. Es habe schon beim Bau der Kita Schwierigkeiten mit einem dortigen Anwohner gegeben. Stuckenberg regte an, das Architekturbüro zu bitten, Alternativen für eine Verbindung zwischen dem Bestands- und dem ebenfalls zur Diskussion stehenden Solitärgebäude zu schaffen. Gebäudemanager Müller hatte zwei Möglichkeiten dafür aufgezeigt, allerdings auch darauf hingewiesen, dass es sich bei diesen Verbindungen um kaum nutzbaren Raum handele, der zudem Fläche vom Außengelände wegnehme.

Für die SPD-Fraktion betonte Maximilian Busch, man favorisiere den unmittelbar an das bestehende Gebäude anschließenden Anbau. Wenn es mit Schwierigkeiten und Risiken behaftet sei, eine Verbindung zwischen jetziger Kita und Solitärgebäude zu schaffen, „dann muss das schon sehr gut überlegt sein“, auch im Hinblick auf mögliche Kosten, so Busch.

Stuckenberg störte sich zudem ebenso wie sein CDU-Fraktionskollege Holger Korfmann daran, dass in dem Entwurf für den Anbau in Richtung Voßstraße ein eigener Eingang vorgesehen sei. Es würden dann, so Stuckenberg, „sicherlich Forderungen laut werden, einen Zugang von der Voßstraße aus zu schaffen“. Auch Korfmann meinte, dass Eltern dann vermehrt dort halten würden, statt den längeren Weg über den Wendehammer zu nehmen.

Laut Baudirektor Hartmut Greife soll es ein Bebauungsplanverfahren geben, „in dem jeder, der sich betroffen fühlt, seine Einwendungen vorbringen kann und wir das dann transparent überprüfen“. Damit reagierte der Baudirektor auch auf Sorgen vor eventuell zu geringen Abständen zwischen dem an die Voßstraße ragenden Anbau und der dortigen Bebauung.

Direkte Verbindung wichtig

Das Argument Bernhard Rohes (Die Linke), aus fachlicher Sicht sei eine direkte Verbindung von Kita und Krippe wichtig, griff dann Kita-Leiterin Irina Wilhelm auf: Es sei in der Tat so, „dass wir nicht separat arbeiten: Mitarbeiter und Kinder sollen alle zusammen sein“, so Wilhelm. Sie plädierte auch deshalb für einen direkten Anbau, weil daraus eine bessere, übersichtlichere Spielplatzsituation resultiere und „der Baumbestand auf dem Grundstück wichtig für uns ist, um uns im Sommer draußen aufhalten zu können“.

Wilhelm erinnerte die Kommunalpolitiker daran, dass diese die Zusage gegeben hätten, dem fachlichen Votum des Kita-Teams zu folgen . Sie habe nun den Eindruck, „dass nicht alle an einem Strang ziehen“. Das fruchtete: Nach einer kurzen Unterbrechung der Sitzung erklärte Laurentius Stuckenberg: „Natürlich hat das Wort der Kita-Leitung großes Gewicht, das ist mir sehr wichtig, es noch einmal zu betonen. Die Verantwortung für das Vorhaben trägt aber die Politik“. Deshalb sei es richtig gewesen, die verschiedenen Argumente auszutauschen.

Von den elf Ortsratsmitgliedern stimmten letztlich neun für den Anbau in Richtung Voßstraße. Lediglich aus der CDU gab es eine Enthaltung und eine Nein-Stimme.


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