Grünes Licht für Plan Bramsche: Statt Netto kommt Penny an der Engter Straße

Von Heiner Beinke

Vor fünf Jahren hat der Bramscher Unternehmer Jörg Beckermann den alten Hütten-Komplex an der Engterstraße in Bramsche gekauft. Im Jahr 2015 ließ er das marode Gebäude abreißen. Nun ist der Weg für einen Neubau endlich frei. Archivfoto: Johannes KapitzaVor fünf Jahren hat der Bramscher Unternehmer Jörg Beckermann den alten Hütten-Komplex an der Engterstraße in Bramsche gekauft. Im Jahr 2015 ließ er das marode Gebäude abreißen. Nun ist der Weg für einen Neubau endlich frei. Archivfoto: Johannes Kapitza

Bramsche. Der Weg ist frei für die Ansiedlung eines Lebensmittel-Discounters an der Engter Straße in Bramsche. Damit endet ein Verfahren, das fünf Jahre gedauert hat. Auf dem Gelände soll ein Penny-Markt entstehen.

Einstimmig hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am Dienstag den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Industriegebiet an der Hafenstraße“ empfohlen. Damit ist das abschließende Votum des Stadtrates in der Sitzung am 7. Dezember nur noch Formsache. Jörg Beckermann wollte die gute Nachricht, die er am Mittwoch auf der Rückreise vom Urlaub hörte, erst gar nicht glauben. „Echt? Dann hat ja die unendliche Geschichte doch noch ein Ende“, freute sich der Unternehmer, der den sogenannten Hütten-Komplex vor gut fünf Jahren erworben hatte..

Eröffnung im Oktober 2018

Nun soll es zügig weitergehen. Beckermann hofft, dass im Oktober 2018 ein Penny-Markt an der Engter Straße eröffnen kann. Eigentlich war der Unternehmer schon mit Netto handelseinig gewesen. Doch diese Kette sprang ab, als im Zuge des Bebauungsplanverfahrens die Verkaufsfläche auf unter 800 Quadratmeter gesenkt werden musste.

Kritik im Ausschuss

An die lange Verfahrensdauer erinnerten auch die Ausschussmitglieder in der Sitzung am Dienstag. Es sei „nicht normal, dass sich so ein Vorgang über fünf Jahre hinzieht“, meinte SPD-Ratsherr Volker Schulze. Das sei „niemandem vermittelbar“. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Quebbemann ergänzte, die Politik sei sich in dieser Frage „relativ schnell einig“ gewesen. Offensichtlich würden „Energien im Rathaus in unterschiedliche Richtungen gelenkt“, kritisierte er die Verwaltung.

Baudirektor Hartmut Greife ließ die Beiträge unkommentiert. Der Ausschussvorsitzende Ralf Bergander (SPD) erinnerte daran, dass die Rechtssicherheit der Bebauungspläne ein wichtiges Gut sei.