Reformwille und Mut Bramscher IGS erinnert mit Gottesdienst an Luther

Gut gefüllt war die St.-Johannis-Kirche beim ökumenischen Gottesdienst der IGS zur Erinnerung an Martin Luther. Foto: IGS BramscheGut gefüllt war die St.-Johannis-Kirche beim ökumenischen Gottesdienst der IGS zur Erinnerung an Martin Luther. Foto: IGS Bramsche

Bramsche. 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen zur Reformation der Kirche an der Schlosstür zu Wittenberg. Dieses Reformwillens, dieses Muts, sich auch gegen Widerstände in seinen Überzeugungen treu zu bleiben, gedachte die Schulgemeinschaft der IGS Bramsche jetzt mit einem ökumenischen Gottesdienst in St. Johannis.

Die Kirche war voll, das Interesse der Schülerschaft am freiwilligen Gottesdienst war groß. Religionsfachleiterin Tina Voßmerbäumer bereitete mit Pfarrer Tobias Kotte und Pastor Arne Hüttmann sowie mit Unterstützung des Fachbereiches Musik einen Gottesdienst vor. In den Fürbitten, in den Standbildern, in denen biblische Szenen dargestellt wurden, in der Predigt und auch in der Auswahl der von Katja Grützner an der Orgel begleiteten Musikstücke wurde deutlich, dass, unabhängig von Religionszugehörigkeit und Herkunft von Menschen, Nächstenliebe, Einsatz füreinander und respektvolles Miteinander Grundlagen gesellschaftlichen Zusammenlebens sind.

Viele Schülerinnen und Schüler beteiligten sich aktiv. Auch Martin Luther selbst kam zu Wort, indem eine Auswahl von überlieferten Zitaten vorgestellt wurde. Die teilweise derbe Sprache der damaligen Zeit verursachte manches Schmunzeln. Bei Luthers Aussage, einem verzweifelten Menschen Mut zusprechen sei besser als ein Königreich erobern, wurde durch den Zusammenhang zu derzeitigen weltpolitischen Entwicklungen die Aktualität der schon 500 Jahre alten Überlegungen deutlich.