Zweieinhalb Stunden Programm Gute Laune bei der dritten Bramscher Comedy-Night

Von Henning Stricker

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Sorgten für gute Laune bei der kleinen Comedy Nacht. (v.l.n.r.) Svem Bensmann, Samed Warug, Tim Perkovic und Helene Bockhorst.Sorgten für gute Laune bei der kleinen Comedy Nacht. (v.l.n.r.) Svem Bensmann, Samed Warug, Tim Perkovic und Helene Bockhorst.

Bramsche. Knapp 50 Zuschauer waren der Einladung des Vereins Universum zur dritten Bramscher kleinen Comedy-Nacht in der „Alten Webschule“ gefolgt. Und die hatten sichtlich ihren Spaß an dem rund zweieinhalbstündigen Programm.

Witzig, spritzig, ab an mal etwas politisch und des Öfteren auch mal unterhalb der Gürtellinie war das Programm der drei Stand Up Comedians sowie von Moderator Sven Bensmann aus dem beschaulichen Hagen a.T.W.

Wortwitz

Mit Wortwitz überzeugte Tim Perkovic als er von einer bekannten Namens Chantale erzählte. „Chantale ist 140 Kg schwer und von Beruf Ernährungsberaterin“, so der Einstieg in den ersten Block seines Auftritts, der für viele Lacher im Publikum sorgte. Auch seine politische Umfrage im Bramscher Publikum zu den aktuellen Wahlergebnissen sorgte am Ende für viel Applaus.

Als stimmlich und durchaus auch körperlich überzeugendes Joe Cocker Double spielte Sven Bensmann auf seiner Gitarre, griff nebenbei noch in einen Jutebeutel und las mit der rauen Stimme zuvor eingesammelte Witze vor. Anschließend trug er seine in der Pause kreierte Bramscher Hymne vor. „Nur ein Lied für euch: Der Nordkreis ist ein schöner Ort, die schönsten Menschen leben dort, komm mal nach Engter oder Bersenbrück, fahr zur Varusschlacht und find dein Glück, Neuenkirchen ist the Place to be, meine Zeit am Alfsee vergess ich nie, komm in den Nordkreis und vergnüge dich, ihr fragt jetzt, was ist mit Bramsche, nein lieber nicht! Bramsche hat den Bogen raus, im Norden Osnabrücks zuhaus, doch so mancher sagt nun, Bramsche nein lieber nicht! Oh man, und nur Carmen, ist schuld daran!“ Den auf einen Zettel gekritzelten Songtext mit Autogramm nahm dann Carmen aus der ersten Reihe mit nach Haus. Ein besonderes Original mit Erinnerungswert für die Zuschauerin aus der ersten Reihe.

Klettbabys

Sehr redselig war auch die Hamburgerin Helene Bockhorst. Zum Auftakt berichtete sie zunächst von einem echten Gespräch in der Pause vor der Tür. „Da hat mich einer gefragt, wie lange ich schon Comedy versuche! So ein tolles Kompliment habe ich schon lange nicht mehr bekommen“, bevor sie mit ihren Ideen zum Geld verdienen fortfuhr. „ Zum Beispiel Klettbaby. An einem hautengen Klettbody können sie ihr Baby überall ankletten, da kann es nicht mehr runterfallen. Oder Klettteppich, ideal auch für Kindergärten. Da können sie die Kinder an den Teppich kletten“ , so Bockhorst. „Und natürlich kann man das Klettsystem auch erweitern. Es gibt es auch Klettrentner. Da kann dann keiner mehr aus dem Seniorenheim abhauen und dann fällt auch nicht mehr auf, das es viel zu wenig Personal in den Pflegeheimen gibt.

Als Letzter trat Samed Warug aus Mönchengladbach auf. Der Afrikaner erläuterte zunächst seine Familiengeschichte „Meine ganze Familie ist mittlerweile in der achten Generation arm, wir tragen sogar den Pleitegeier als Familienwappen! Ich sag euch, der wahre Weg zur Glückseligkeit ist es, zu akzeptieren! Beispiel: Wenn du 50 Jahre alt bist und seit 50 Jahren arm bist, dann hast du zum ersten mein Mitgefühl und zum zweiten: es wird sich nichts mehr ändern“, so sein Einstieg. Anschließend referierte er über seinen Besuch beim Schulpyschologen und erklärte dem Publikum den Unterschied zwischen geldgeilen Frauen und Aktivistinnen. „Geldgeile Frauen wollen nur dein Geld, Aktivistinnen sind erst zufrieden, wenn du für die gute Sache gestorben bist“, so der schwarze Künstler, der seine Hautfarbe auf die Nebenwirkungen der Medikamententests zurückführte, die er machte, um der Armut zu entkommen.


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