Mit Flyern und Postkarten Kalkrieser Ortsrat will für Anrufbusse werben

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Seit Sommer 2017 gibt es zusätzlichen „Bedarfsverkehr“ in Kalkriese. Das Telefonsymbol zeigt, welche Busse nur auf Anruf an dieser Stelle halten. Archiv-Foto: Heiner BeinkeSeit Sommer 2017 gibt es zusätzlichen „Bedarfsverkehr“ in Kalkriese. Das Telefonsymbol zeigt, welche Busse nur auf Anruf an dieser Stelle halten. Archiv-Foto: Heiner Beinke

Kalkriese. Der Ortsrat Kalkriese will in der kommenden Zeit intensiv für die neuen Busverbindungen nach Engter und Bramsche werben. Eine Aufnahme in das Wegerandstreifenprogramm der Stadt streben die Kommunalpolitiker derweil noch nicht an.

Seit Sommer 2017 ist das Busliniennetz im Bramscher Stadtgebiet neu geordnet, neben anderen Ortsteilen profitiert auch Kalkriese davon mit sogenannten Bedarfsverkehren über die schon länger bestehenden Verbindungen hinaus. Dieser Bedarfsverkehr wird als Anrufsystem vorgehalten: Montags bis freitags fährt regelmäßig ein Bus, vorausgesetzt, dass zuvor Anmeldungen von interessierten Bürgern für entsprechende Fahrten unter Tel. 05461/93390 eingegangen sind.

„Wir haben lange dafür gekämpft, dass diese Busverbindungen eingerichtet werden. Jetzt müssen wir auch dafür werben, dass sie genutzt werden“, verdeutlichte Ortsbürgermeister Helmut Bei der Kellen (SPD) in der Sitzung des Ortsrats am Donnerstagabend in der „Varus-Deele“. Martin Negel (Bündnis 90/Die Grünen), der sich für den Ortsrat in einem ÖPNV-Arbeitskreis engagiert hatte, griff diese Mahnung auf und machte deutlich: „ Die Testphase für diese Rufbusse beträgt nur zwei Jahre. Das heißt, nach anderthalb wird schon Bilanz gezogen. Wir müssen es also schnell ans Laufen bringen“.

Um das zu erreichen, hat Negel ein Anschreiben an alle Kalkrieser entworfen, in dem das Rufbussystem noch einmal erläutert wird. Zusätzlich soll eine Postkarte entworfen und dann verteilt werden, auf der die Abfahrtzeiten der regulären Linien und der Anrufbusse übersichtlich dargestellt sind. „Wenn das wirksam sein soll, dann macht es uns Arbeit“, meinte Negel. Er erklärte: „Es wirkt am besten, wenn wir vom Ortsrat von Haus zu Haus gehen und dort den Flyer und die Postkarte nicht einfach in den Briefkasten werfen, sondern klingeln und ins Gespräch kommen mit den Bürgern“. Damit waren die Ortsrats-Mitglieder auch einhellig einverstanden.

Wegerandstreifenprogramm

Ebenso herrschte unter den Kommunalpolitikern Konsens, dass man zumindest noch nicht in das Wegerandstreifenprogramm der Stadt Bramsche aufgenommen werden möchte. Man wolle erst abwarten, wie sich das Programm in den anderen Ortsteilen entwickele, fasste Ortsbürgermeister Bei der Kellen zusammen.

Wilfried Pösse (SPD) meinte dazu, man müsse die Interessen der Landwirte im Blick behalten. Blüh- oder Wegerandstreifen hätten zur Folge, dass Flächen für den Güllenachweis verloren gehen. Matthias Krause (Bündnis 90/Die Grünen) bezweifelte den Wert der Wegerandstreifen als Ausgleichsflächen. Solche Kompensationsmaßnahmen sind immer dann erforderlich, wenn Bauprojekte direkt in die Natur und in das Landschaftsbild eingreifen, zum Beispiel bei der Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete. Außerdem sei „das größte Problem“ nach seiner Meinung, dass bis an die Wegeränder Glyphosat eingesetzt werde.

Breitbandausbau

Als positiv bewertete schließlich Ortsbürgermeister Bei der Kellen den geplanten Breitbandausbau für schnelleres Internet, über den am Abend vor der Ortsrats-Sitzung Kreisrat Stefan Muhle im Stadtentwicklungsausschuss informiert hatte. „Es sieht für Kalkriese besser als zunächst gedacht“, so Bei der Kellen. Im Ort würden zwei Kabelverzweiger am Westerrott und an der Neustädter Straße an das Glasfasernetz angeschlossen. „Und das bereits im nächsten Jahr und nicht erst 2019“, so Bei der Kellen.


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