Talentcampus und Musiktheater „Superideen“ von Bramscher „Superhelden“

Von Hildegard Wekenborg-Placke

Die „Superhelden“ proben das Intro für ihr Musical. Fotos: Hildegard Wekenborg-PlackeDie „Superhelden“ proben das Intro für ihr Musical. Fotos: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ erproben Bramscher Kinder und Jugendliche in der Herbstferienwoche vom 9. bis zum 13. Oktober ihre musikalischen, tänzerischen und schauspielerischen Fähigkeiten.

Für 20 Grundschüler und 16 Zehn- bis Fünfzehnjährige ist die Grundschule Im Sande in diesen Tagen die Anlaufstelle. Dieses Mal stehen unter dem Stichwort „Talentcampus“ und „Musiktheater“ allerdings nicht Rechnen, Schreiben, Lesen auf dem Stundenplan, sondern Singen, Tanzen und Geschichten erfinden. Unter Anleitung der Dozenten Ulrike Teepe, Martin Henke, Vivian Schröder und Ellen Gottschlich erarbeiten die Mädchen und Jungen anhand eines „Handlungsgerüstes“ ein ganz eigenes Stück, dass deshalb auch in jeder Projektwoche anders ausfallen kann, erläutert Nicholas Salagaray von der Volkshochschule Osnabrücker Land als Mitorganisator. Im Wittlager Land haben Talentcampus und Musiktheater schon mehrfach stattgefunden, für Bramsche ist es eine Premiere.

Bei dem Angebot setzen die Organisatoren auf den Tanz als prägendes Element. Entwickelt hat das Konzept „Talentcampus“ der Deutsche Volkshochschulverband. Vor Ort umgesetzt werden sowohl Talentcampus als auch das Musiktheater für die Jüngeren von der VHS Osnabrücker Land, dem Bildungsbüro für den nördlichen Landkreis und dem Bramscher Verein Universum.

Vorbilder, Stärken und Talente

An diesem Vormittag haben die „Großen“ in der Turnhalle Im Sande mit Ulrike Teepe und Martin Henke einen Sitzkreis auf dem Hallenboden gebildet. „Was ist euch wichtig im Zusammenleben mit anderen Menschen?“ fragt Teepe in die Runde. „Respekt“ tönt es gleich mehrfach, „Frieden“, „Zuhören“ sind weitere Vorschläge. Henke verteilt große Paperbögen. Hier sollen die Jugendlichen weitere Vorschläge festhalten. Später wollen sie daraus eine Geschichte entwickeln, die sie in Gestalt einer Tanzperformance und von selbst geschriebenen Texten ihrem Publikum vorstellen wollen. „Dabei werden eigene Vorbilder, Stärken und Talente herausgearbeitet, um die Selbstwahrnehmung zu schärfen und das eigene Selbstbewusstsein zu stärken“, heißt es in einer Mitteilung der VHS Osnabrücker Land.

Nur ein einziger „Mensch“

Eine Etage höher geht es bei den Grundschülern deutlich lauter und quirliger zu. Lauter „Superheldinnen und -helden“ proben hier das Intro für ihr Musical. „Wir haben alle Superkräfte“, sprudelt es aus „Superschnell“ heraus. „Catwoman“ nickt. Nur einen einzigen „Menschen“ ohne besondere Kräfte gibt es in „Supercity“. Carla, die im Stück „Vanessa“ heißt, wird ständig „gerettet“, sogar aus Gefahren, die gar keine sind. Nicht einmal über die Straße darf sie allein gehen. „Vanessa“ ist genervt. Die drei „Bösen“ sehen das und versuchen, sie gegen die „Superhelden“ aufzuwiegeln. „Aber am Ende halten doch alle zusammen“, erzählt Dozentin Vivien. Mehr will sie nicht verraten, höchstens noch, dass der Sturm in der vergangenen Woche, die Kinder total inspiriert hat. „Superideen von Superhelden“, finden die Kinder selbstbewusst.

Am Samstag, 14. Oktober 2017 um 14.30 Uhr werden die Teilnehmer die Ergebnisse der Probenwoche im Beisein von Bürgermeister Heiner Pahlmann in der Grundschule Im Sande vorstellen. Leider ist die Vorstellung aber schon ausverkauft, weil sich Familien und Freunde das Ereignis nicht entgehen lassen wollten.

Erst einmal Ideen sammeln.